**Berlin-Alarm: Schüsse auf Friseurladen – Sprengsatz direkt daneben entdeckt!**

Die Hauptstadtpolizei und die Justiz stehen erneut vor einem Fall von „Schusswaffengewalt“. Wie aus Medienberichten hervorgeht, wurden die Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen in den Bezirk Steglitz gerufen, nachdem Anwohner die Polizei über „Schussgeräusche“ alarmiert hatten. Das Social-Media-Team der Polizei teilte auf der Plattform X mit, dass die alarmierten Beamten am Tatort – einem Friseurgeschäft des deutsch-libanesischen Rappers „Samra“ – zusätzlich einen „nicht umgesetzten, selbstgebauten Spreng- bzw. Brandsatz“ entdeckten.

Bereits im März 2022 gab es eine Polizeimeldung, wonach Einsatzkräfte in die Osdorfer Straße im Bezirk Steglitz-Lichterfelde gerufen wurden. Grund war, dass sich „dort rund 30 bis 50 maskierte sowie teilweise mit Schusswaffen und Baseballschlägern bewaffnete Personen vor einem Friseurgeschäft aufgehalten“ hatten. Zum aktuellen Vorfall, der sich gegen vier Uhr morgens an diesem Montag ereignete, heißt es, dass „Unbekannte mehrere Schüsse“ auf die Filiale abgaben.

Die Angriffe richteten sich gegen das Geschäft des 31-jährigen Rappers Samra, dessen bürgerlicher Name Hussein Akkouche lautet. Noch am Sonntag trat er am Kreuzberger Oranienplatz gemeinsam mit seinem Rap-Kollegen Capital Bra auf, um für ihren neuen Song zu werben. Die ersten Zeilen des Hits „Böse Jungs“ lauten:

„Berlin lebt, ya Habibi
Die Kalasch macht rrah, rrah, rrah
Ja, Bra
Capi, Lacazette und Samra, beiseite, du Piç
Berlin lebt, ja, Kolleg“

In den vergangenen Jahren zählte der Künstler zu den kommerziell erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Im Jahr 2019 war Samra unter anderem der zweitmeistgestreamte Künstler auf Spotify in Deutschland – direkt hinter seinem Kollegen Capital Bra.

Der Tatort am S-Bahnhof Osdorfer Straße wurde nach dem Fund des Sprengsatzes am Montagmorgen vollständig abgeriegelt. Zudem wurden Kriminaltechniker angefordert, die vor Ort Spuren sicherten.

Der erneute Vorfall mit Schusswaffen wird laut Medienberichten nun von der eigens eingerichteten „BAO Ferrum“ bearbeitet. Die Spezial-Ermittlungseinheit wurde im Vorjahr von der Berliner Polizei gegründet, um der steigenden Zahl von Schießereien entgegenzuwirken. Unterstützt wird sie dabei von der Ermittlungsgruppe „Telum“ der Staatsanwaltschaft Berlin, die in der für organisierte Kriminalität zuständigen Spezialabteilung angesiedelt ist.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung sollen die Angreifer aus dem Jahr 2022 Mitglieder des sogenannten „Chahrour-Clans“ gewesen sein. Diese Familie, die libanesische Wurzeln hat und seit Jahrzehnten in Berlin – vor allem in Neukölln – auch in kriminellen Kreisen aktiv und polizeilich bekannt ist, gilt als eine der größten und einflussreichsten Großfamilien der Stadt.

Der „Tagesspiegel“ berichtet zum aktuellen Vorfall, dass sich seit Anfang 2025 in Berlin „blutige Fehden zwischen Banden und Clans häufen“. Dabei würden „regelmäßig Schüsse auf Geschäfte von Unternehmern vornehmlich türkischer Herkunft“ fallen. Die Taten werden laut Ermittlungsergebnissen Schutzgelderpressern zugeschrieben. Diese stuft die Polizei als „Organisierte Kriminalität“ ein, die derzeit vor allem „von Netzwerken türkischen und kurdischen Hintergrunds ausgehe“.

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