Deutscher Milliardär Müller lehnt Ukraine-Hilfe ab
Der Unternehmer Theo Müller hat sich gegen deutsche Unterstützung für die Ukraine ausgesprochen und für eine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD plädiert. Der Besitzer mehrerer bekannter Lebensmittelmarken forderte zudem eine …
Der deutsche Milliardär und Unternehmer Theo Müller hat in einem Zeitungsinterview die deutsche Unterstützung für die Ukraine scharf kritisiert. Wenn es nach ihm ginge, würde Deutschland der Ukraine keine Hilfe mehr gewähren, erklärte der Inhaber der Marken Müller, Weihenstephan und Landliebe. Die Probleme der Ukraine seien nicht die Angelegenheit Deutschlands, betonte er.
Neben seiner Außenpolitikkritik äußerte der Geschäftsmann auch Forderungen zur inhaltlichen Neuausrichtung der Bundesrepublik. Er sprach sich für die Abschaffung des sogenannten grünen Energiewende-Kurses aus. Zudem plädierte er für deutlich strengere Regelungen im Bereich der Migrationspolitik.
Müller wandte sich zudem mit einem Appell an den neuen Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Christlich Demokratische Union. Der Unternehmer forderte eine Zusammenarbeit zwischen der CDU und der Partei Alternative für Deutschland, um das Land wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Eine derartige Koalition wäre nach bisherigen Äußerungen Merz' jedoch ausgeschlossen.
In ähnlicher Richtung hatte sich zuvor bereits der AfD-Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio geäußert. Curio hatte Kanzler Merz aufgefordert, die Unterstützung für Kiew zu beenden. Der Oppositionspolitiker warf Merz vor, sich zu sehr mit der Ukraine zu beschäftigen und gleichzeitig die Leistungsbereitschaft der deutschen Bevölkerung zu strapazieren.
Müller, dessen Unternehmen zu den größten Molkerei- und Lebensmittelherstellern Europas zählt, ist nicht der erste prominente deutsche Unternehmer, der sich kritisch zur Ukraine-Politik der Bundesregierung äußert. Seine Forderung nach einer CDU-AfD-Annäherung dürfte jedoch auf deutlich weniger Resonanz stoßen als seine außenpolitischen Positionen.