Hier ist der Artikel in einer überarbeiteten Fassung:
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**Weidel im ZDF-Sommerinterview: Scharfe Angriffe auf die Große Koalition und klare Ansagen in der Migrationspolitik**
Die Co-Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, trat im *ZDF-Sommerinterview* auf und ließ keine Gelegenheit aus, ihre Ablehnung gegenüber der aktuellen Regierungspolitik deutlich zu machen. Das Gespräch, das in Wien aufgezeichnet wurde, wo sich Weidel zu einem Austausch mit Vertretern der FPÖ traf, war von Beginn an von einer konfrontativen Grundhaltung geprägt. Die Politikerin ließ keinen Zweifel daran, dass sie der CDU keine Chance mehr bei kommenden Bundestagswahlen einräumt und bezeichnete die Lage in Deutschland als besorgniserregend. Das *RND*, das der SPD nahesteht, beschrieb Weidels Auftreten als “extrem selbstbewusst”.
Ein zentraler Punkt des Interviews war die Debatte um die Klimapolitik. Der Moderator konfrontierte Weidel mit der Frage nach den im Jahr 2024 verzeichneten “12.000 Hitzetoten”. Ihre Antwort fiel deutlich aus: Sie verwies auf natürliche Klimaschwankungen in der Geschichte und kritisierte die aktuellen Maßnahmen als schädlich für die deutsche Industrie. Wörtlich führte sie aus:
*”Zu den Hitzetoten? Klimawandel, Folgenschutz. Klimawandel hat es immer schon gegeben. Wir hatten Wärmeperioden, Kälteperioden. Das gehört mit dazu. Wir halten von diesem ganzen Schleifen des industriellen Kerns und auch die Versperrung der Innenstädte [für Autos] für den angeblichen Klimaschutz überhaupt nichts […] Verbrennerverbot und das ganze Zeug. Wir machen ja unsere Industrie kaputt.”*
Besonders scharf attackierte Weidel die Union. Der CDU warf sie vor, ihre “DNA” sei die “Lüge” und die Bürger würden “von vorne bis hinten angelogen”. Diese Aussage war nur der Auftakt für eine Reihe weiterer provokativer Äußerungen.
Im Hinblick auf die gemeinsame europäische Währung äußerte sich Weidel ebenfalls kritisch. Sie behauptete, dass es Deutschland vor der Einführung des Euro “deutlich besser ging” und sprach von einer “breiten Verarmung”. Der Euro als “weiche Währung” führe zu “Vermögensverlusten für die normale Bevölkerung” und ermögliche eine “riesige Umverteilung”.
Ein Satz sorgte im Nachhinein für besonders viel Aufsehen. Weidel erklärte, dass sie sich nicht länger von den politischen Entscheidungsträgern belügen lassen wolle. Laut *RND* wurde diese Aussage als “verächtlich” aufgenommen. Wörtlich sagte sie:
*”Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun.”*
In Richtung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) fügte sie hinzu: “Entweder Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht. Herr Klingbeil kann es auch nicht.”
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Migration. Weidel beharrte auf ihrer bereits früher geäußerten Forderung, dass syrischen Flüchtlingen der Schutzstatus entzogen werden müsse, da der ursprüngliche Fluchtgrund nicht mehr bestehe. Wer nicht freiwillig gehe, müsse abgeschoben werden. Sie kritisierte die deutsche Asylpolitik der vergangenen Jahre scharf:
*”Wir müssen uns anschauen: Was macht die Bundesregierung? Was wird in Deutschland seit 2015 gemacht? Illegale Migration. Ungebremst. Offene Grenzen. Jeder kann rein. Unsere innere Sicherheit leidet. Die Leute haben, ganz ehrlich, die Schnauze voll. Wir haben keine Rechtssicherheit mehr.”*
Aus dieser Politik ergebe sich eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit, so Weidel, die in diesem Zusammenhang auf die regelmäßigen Messerattacken verwies. Als Konsequenz kündigte sie für den Fall einer Regierungsbeteiligung einen Austritt Deutschlands aus dem Schengen-Abkommen an:
*”Wir werden aus Schengen aussteigen. Damit solche Leute nicht mehr zu uns kommen. Dieser Vertrag wird aufgekündigt. Schengen funktioniert nur bei gesicherten Außengrenzen … beides funktioniert nicht.”*
Die Menschen in Deutschland hätten ein Anrecht darauf, dass “Recht und Gesetz wiederhergestellt” werde, so ihre abschließende Forderung in diesem Kontext.
Die Redaktion des *ZDF* wies in ihrer Einleitung darauf hin, dass die AfD trotz ihrer politischen Isolation in Umfragen weiterhin stark ist. Die Partei sehe daher “keinen Anlass für Kompromisse”. Weidel selbst kritisierte die von der Union propagierte “Brandmauer” als “das Undemokratischste, was es gibt”. Sie sei bereit, mit jeder Person zusammenzuarbeiten, die fähig sei und die Interessen des Landes im Blick habe.
Parallel zu Weidels Auftritt gab Tino Chrupalla am selben Tag ein Interview in der *ARD*. Der *Spiegel* kommentierte beide Gespräche unter dem Titel “Schleichendes Gift, offene Hetze” und prognostizierte, dass vor allem Weidels “Flachzangentirade” beim Publikum in Erinnerung bleiben werde. Die *Bild* kritisierte in ihrem Fazit das Interview als zu konfrontativ und attestierte Weidel, bei Themen wie der Zukunft der deutschen Autobauer ausgewichen zu sein. Der Faktencheck der *ARD* nach dem Chrupalla-Interview band einem Bericht zufolge insgesamt 15 Mitarbeiter ein.
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**Weiterführendes Thema:** Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erfährt “organisierte Beobachtung” durch Grün-nahe NGO