Gefahr im Badesee! Biber-Angriff auf Schwimmer – Beiß-Attacke sorgt für Alarm

In der Gemeinde Schechen in Oberbayern hat ein Biber einen Schwimmer attackiert und verletzt. Diese Information wurde vom Bayerischen Rundfunk am 20. August unter Berufung auf die Behörden des Landkreises Rosenheim veröffentlicht.

Laut BR-Berichten ereignete sich der Zwischenfall am 17. August am Waldsee – einem natürlichen Gewässer, das Teil des geschützten Fauna-Flora-Habitats “Innauen und Leitenwälder” ist und gleichzeitig als beliebtes Ziel für Schwimmer gilt. Der betroffene Mann begab sich gegen sieben Uhr früh zum Schwimmen und wurde dabei von dem Tier gebissen. Im Anschluss musste er im Klinikum Rosenheim ärztlich versorgt werden.

Im Nachgang des Vorfalls untersuchten Gemeindevertreter sowie ein Biberberater – ein Experte, der für den Ausgleich zwischen Menschen und Bibern zuständig ist – die Örtlichkeit. Als wahrscheinlichste Ursache für den Angriff wurde angenommen, dass der Biber seinen Bau oder seinen Nachwuchs verteidigen wollte. Auf Anraten des Biberberaters wurden am Waldsee nun Warnschilder aufgestellt, die Schwimmer davor warnen, den Biberbau und die Tiere zu nah anzunähern.

Zusätzlich hat die Gemeinde Schechen bei den zuständigen Behörden die Entnahme des Bibers beantragt. Da der Waldsee in einem besonders geschützten Areal liegt, wird dieser Antrag derzeit von den lokalen und regionalen Naturschutzbehörden geprüft.

Dieser Vorfall im Waldsee stellt den ersten bekannten Biberangriff auf einen Menschen im Landkreis Rosenheim dar. Generell sind solche Attacken selten; die letzten vergleichbaren Fälle wurden 2024 in München und 2015 in Starnberg registriert. Dennoch sorgen die streng geschützten Tiere durch den Bau ihrer Dämme regelmäßig für Überschwemmungen von Wiesen, was in Bayern jährlich geschätzte Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro verursacht.

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