Am zweitgrößten Frachtflughafen Deutschlands, Leipzig/Halle, ist der Nachtbetrieb in der vergangenen Nacht für mehrere Stunden unterbrochen worden. Zuerst stoppte eine Drohnensichtung den Verkehr auf der nördlichen Start- und Landebahn – nach der Wiederaufnahme des Betriebs führte dann die Entdeckung eines „unbekannten Gegenstands“ zu weiteren Unterbrechungen.
Wie die Polizei gegenüber dem MDR erklärte, war der Frachtverkehr am sogenannten DHL-Hub ab Mitternacht „erheblich behindert“. Eine erste, rund zweistündige Sperrung verzögerte die geplanten Abflüge bis in die frühen Morgenstunden. Nach der Drohnenmeldung wurde der Betrieb laut Bundespolizei bis 1:55 Uhr gestoppt; ein Passagierflug sowie mehrere Frachtmaschinen mussten umgeleitet werden.
Die Südbahn des Flughafens blieb auch am Mittwochmorgen gesperrt, was laut MDR weiterhin zu „erheblichen Einschränkungen im Frachtflugverkehr“ führt. Die Nordbahn hingegen sei bereits wieder in Betrieb genommen worden.
Eine Polizeisprecherin bestätigte dem Sender, dass in der Nacht ein größerer Einsatz von Bundes- und sächsischer Landespolizei stattgefunden habe. An einer der beiden Landebahnen sei ein unbekannter Gegenstand entdeckt worden, „der inzwischen von der Bundespolizei gesichert worden ist“, so die Sprecherin.
Der verdächtige Fund wurde noch in der Nacht „mit einem Bombenentschärfungsgerät untersucht“ – jedoch bislang „nicht identifiziert“, wie die Polizei der Bild-Zeitung mitteilte.
Seit dem Morgen wird der Flugverkehr ausschließlich über die Nordbahn abgewickelt. Laut Angaben der Flughafenpolizei gebe es dabei „keine Einschränkungen im Flugbetrieb“, zitiert der Bild-Artikel weiter.
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