Skandal! Petitions-Plattform lässt Hassaufruf „Mehr Russen töten“ gegen FAZ-Journalisten wieder zu

Eine Frage, die weltweit für Aufsehen sorgte: Auf einer Pressekonferenz in Belgrad richtete sich der FAZ-Korrespondent Michael Martens mit einer provokativen Bemerkung an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er erkundigte sich, was “wir Europäer” tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, “mehr Russen, mehr russische Soldaten zu töten”. Diese als Frage getarnte Aussage löste nicht nur einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus, sondern zog auch Ermittlungen der russischen Staatsanwaltschaft nach sich.

Darüber hinaus initiierte der Vorfall eine Online-Petition, die die Entlassung des Korrespondenten durch die FAZ fordert. Diese Petition, die kurz nach ihrer Veröffentlichung von der Plattform change.org vorübergehend entfernt wurde, ist inzwischen wieder zugänglich. Auf der Website hieß es zunächst, das Moderationsteam würde die Einhaltung der Community-Richtlinien prüfen und anschließend über die Freigabe entscheiden.

Der Journalist und Politik-Influencer Deniz Karabag, der die Petition ins Leben rief und derzeit mit einem Soloprogramm auf Tournee ist, begründete sein Vorgehen in einer persönlichen Stellungnahme. Er sieht in dem Verhalten des FAZ-Journalisten eine unerträgliche Grenzüberschreitung. Karabag betonte, dass die Aufgabe eines Journalisten darin bestehe, kritisch, sachlich und ausgewogen zu berichten – also Fragen zu stellen, anstatt Kriegsziele zu formulieren. Wer als Vertreter eines renommierten deutschen Medienhauses öffentlich das Töten von Menschen einer bestimmten Nationalität als erstrebenswertes europäisches Ziel darstellt, verletze jede Regel journalistischer Neutralität. Dies sei keine Berichterstattung, sondern eine Parteinahme in ihrer verachtenswertesten Form.

Karabag forderte deshalb von der Chefredaktion der FAZ, sich unmissverständlich von dieser Aussage zu distanzieren und entsprechende personelle Konsequenzen zu ziehen. Die Petition hat mittlerweile rund 5.000 Unterstützer gefunden.

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