Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 7. October 2026, 07:43 Uhr
Deutschland

Polizei ermittelt nach mehreren Gewalttaten in deutschen Städten

In mehreren deutschen Städten sind in den vergangenen Tagen schwere Gewaltdelikte verübt worden. Die Polizei führt in zahlreichen Fällen Ermittlungen wegen Körperverletzung, Raub und weiterer Straftaten.

Lesezeit 2 Minuten
Polizei ermittelt nach mehreren Gewalttaten in deutschen Städten

In Bremen wurde in der Nacht zum 4. Oktober ein 45-Jähriger von zwei Männern überfallen. Die Täter versperrten ihm in der Kirchhofstraße den Weg und forderten Geld sowie sein Mobiltelefon. Als der Mann sich weigerte, schlug einer der Angreifer mit einem Schlagstock auf seinen Kopf, während der andere eine Schusswaffe auf ihn richtete. Passanten näherten sich, woraufhin die Räuber ohne Beute in Richtung Löhstraße flüchteten. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus.

Ein homosexuelles Paar ist am 3. Oktober in Bremen nach homophoben Beleidigungen verprügelt worden. Die beiden Männer im Alter von 29 und 33 Jahren wurden auf dem Nachhauseweg von einer Feier zum Tag der Deutschen Einheit von einer größeren Jugendgruppe angepöbelt. Nach Angaben der Polizei riefen die jungen Männer unvermittelt homophobe Beleidigungen in arabischer Sprache. Als der 29-Jährige sein Handy zückte, um den Vorfall zu dokumentieren, schlugen mehrere Personen aus der Gruppe auf das Paar ein. Der 29-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt wegen verhetzender Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung.

In Lübeck eskalierte in der Nacht zum 4. Oktober in der Altstadt ein Streit zwischen mehreren Personen. Mindestens fünf Beteiligte lieferten sich gegenseitige Übergriffe, bei denen zwei Menschen schwer verletzt wurden. Ein 35-Jähriger stürzte und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Ein 19-jähriger Ukrainer, der im Rettungswagen versorgt wurde, verhielt sich nach Polizeiangaben zunehmend aggressiv gegenüber den Rettungskräften und spuckte in Richtung eines Sanitäters. Bei seiner Fixierung wehrte er sich gegen Polizeibeamte und beschädigte medizinische Geräte. Gegen alle fünf Beteiligten zwischen 19 und 28 Jahren wird wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte ermittelt, gegen den 19-Jährigen zusätzlich wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

In Rabenäußig bewaffnete sich ein 26-Jähriger am 3. Oktober nach einem Rausschmiss aus einer Gaststätte mit einer Machete und zwei Küchenmessern und kehrte zur Veranstaltung zurück. Dort bedrohte er mehrere Menschen mit erhobener Machete und kam mit anderen Gästen zu einem Handgemenge. Die Polizei nahm den Mann fest.

Weitere Vorfälle ereigneten sich in Stuttgart, Gera, Münster, Limburg, Göttingen, Hamburg, Essen, Marl und Kaiserslautern. In Stuttgart soll ein 53-jähriger Staatsangehöriger aus Bosnien-Herzegowina einer 24-Jährigen im Supermarkt auf das Gesäß geschlagen haben. In Gera griff nach Polizeiangaben ein 28-jähriger Libyer in einer Bar einen Gast mit einem Kopfstoß an, nachdem dieser ihm die Zigarette weggenommen hatte. In Hamburg schoss ein 28-jähriger türkischer Staatsangehöriger bei einem Streit auf einen gleichaltrigen Mann und verletzte ihn am Bein, bei einem anschließenden Gerangel löste sich ein weiterer Schuss, der den Schützen selbst traf. In Marl wurde ein 39-Jähriger in einer Teestube tödlich verletzt, die Polizei ermittelt wegen Mordes.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

Mehr aus Deutschland

Ressort öffnen →