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Stand 14. October 2026, 04:41 Uhr
Deutschland

Sachsen kürzt Kulturförderung – Sparzwang trifft Theater und Orchester

Die sächsische Landesregierung plant deutliche Kürzungen bei der institutionellen Förderung von Theatern, Opernhäusern und Orchestern. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Asylbewerberleistungen im Freistaat auf über 500 …

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Sachsen kürzt Kulturförderung – Sparzwang trifft Theater und Orchester

Hunderte Kulturschaffende haben Anfang Oktober in Dresden vor der Semperoper gegen geplante Sparmaßnahmen im Kulturhaushalt protestiert. Demonstranten aus den Bereichen Musik, Schauspiel, Tanz und Regie wandten sich gegen stagnierende Einkommen und sinkende Zuschüsse. Die Proteste richteten sich gegen Kürzungen, die die sächsische Landesregierung für die kommenden Jahre angekündigt hat.

Die institutionelle Landesförderung für Theater, Opernhäuser und Orchester in Sachsen soll von rund 14,6 Millionen Euro in diesem Jahr auf etwa 13,7 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 12,9 Millionen Euro im Jahr 2028 sinken. Das entspricht einer Kürzung von etwa 6,3 Prozent beziehungsweise 10,1 Prozent gegenüber dem Stand von 2026. Ausgenommen von den Landesmittelkürzungen sind die kommunal geförderten Häuser Semperoper Dresden, Oper Leipzig und Gewandhausorchester Leipzig.

Die Demonstration in Dresden fand vor dem Hintergrund statt, dass der überwiegende Teil der Theaterbudgets in Deutschland aus öffentlichen Mitteln stammt. Nach übereinstimmenden Angaben fließen etwa 82 Prozent der Budgets aller Theater und Opernhäuser aus Steuergeldern. Die großen Häuser sind überwiegend als Eigenbetriebe von Städten und Ländern organisiert, ihre Mitarbeiter sind Beschäftigte des öffentlichen Dienstes.

Parallel zu den geplanten Kulturkürzungen sind die Ausgaben Sachsens für Asylbewerberleistungen stark gestiegen. Nach Angaben des Freistaats lagen sie im Jahr 2025 bei 512 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 84 Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Allein die Kosten für unbegleitete minderjährige Ausländer betrugen demnach 70 Millionen Euro im Jahr 2025.

Als weiterer Grund für den Sparzwang werden die Personalausgaben des Landes genannt. Die sächsische Regierung sieht sich insgesamt mit einem Haushaltsdruck konfrontiert, der Kürzungen in verschiedenen Bereichen erfordere. Die Kulturförderung ist dabei eines der vom Einsparzwang betroffenen Ressorts.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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