Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 26. October 2026, 19:21 Uhr
Deutschland

Schwedischer Immobilienkonzern stoppt Investitionen in Deutschland

Der schwedische Wohnungskonzern Heimstaden Bostad will vorläufig keine neuen Investitionen mehr in Deutschland tätigen. Hintergrund sind die Pläne einer möglichen rot-grün-roten Bundesregierung zur Vergesellschaftung großer …

Lesezeit 1 Minute
Schwedischer Immobilienkonzern stoppt Investitionen in Deutschland

Der schwedische Immobilienkonzern Heimstaden Bostad hat angekündigt, vorerst keine neuen Investitionen mehr in Deutschland zu tätigen. Grund dafür sind die Pläne einer möglichen rot-grün-roten Regierung in Berlin, große private Wohnungsbestände zu vergesellschaften. Co-Chef Christian Fladeland erklärte, unter solchen gesetzlichen Rahmenbedingungen sei eine Investition in Deutschland nicht möglich.

Heimstaden besitzt in Berlin rund 20.000 Wohnungen mit einem geschätzten Gesamtwert von fünf Milliarden Euro. Nach den Plänen von Linken, Grünen und SPD sollen Unternehmen mit mehr als 10.000 Wohnungen alle darüber hinausgehenden Einheiten an den Staat abgeben. Für Entschädigungen sind insgesamt 16 Milliarden Euro vorgesehen.

Laut eigenen Angaben drohen Heimstaden bei einer Entschädigung deutlich unter dem Marktwert Verluste in Milliardenhöhe. Fladeland verwies auf einen geschätzten Verlust von einer Milliarde Euro, der erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen habe. Er geht zudem davon aus, dass eine mögliche Enteignung vor Gericht scheitern könnte.

Der Konzernchef forderte eine Blockade der Pläne auf Bundesebene. Er betonte, dies sei der geeignete Weg, um die Vorhaben zu stoppen, sollten sie tatsächlich blockiert werden.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU plant indes, die Hürden für eine Verstaatlichung zu erhöhen. Nach seinen Vorstellungen müsste eine Landesregierung nachweisen, alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Bei der Entschädigung solle der Verkehrswert maßgeblich sein.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

Mehr aus Deutschland

Ressort öffnen →