Ukrainischer Staatsbürger in Brandenburg wegen Spionageverdachts festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg einen Mann aus der Ukraine festnehmen lassen. Er steht im Verdacht, für Russland militärisch relevante Informationen beschafft zu haben.
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg einen ukrainischen Staatsbürger festnehmen lassen, der im Verdacht steht, für Russland spioniert zu haben. Nach Angaben der Ermittler soll der Mann Informationen von militärischer Bedeutung beschafft haben.
Dabei soll der Beschuldigte auch Verbindungen zu Unternehmen der europäischen Rüstungsindustrie genutzt haben. Weitere Details zu den konkreten Vorwürfen oder dem mutmaßlichen Umfang der beschafften Informationen wurden zunächst nicht bekannt.
Die Ermittlungen in dem Fall werden von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe geführt. Die Behörde ist für die Verfolgung von Straftaten gegen den Staat und der Spionage zuständig.
Die Festnahme eines Ukrainers im Auftrag Russlands wäre insofern ungewöhnlich, als dass beide Länder seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 im Krieg miteinander stehen. In der Vergangenheit waren bei Spionageverdachtsfällen in Deutschland überwiegend russische Staatsbürger oder Personen mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten festgenommen worden.