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Stand 25. September 2026, 08:11 Uhr
Deutschland

Wählerwanderungsanalyse zeigt massive Verschiebungen bei Berlin- und MV-Wahl

Die Auswertung der jüngsten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin offenbart erhebliche Wählerwanderungen zwischen den Parteien. Besonders die AfD profitiert stark von früheren Nichtwählern und Wechslern aus anderen …

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Wählerwanderungsanalyse zeigt massive Verschiebungen bei Berlin- und MV-Wahl

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mobilisiert die AfD nach Berechnungen von Infratest dimap rund 67.000 frühere Nichtwähler. Zudem wechseln etwa 45.000 ehemalige SPD-Wähler, 28.000 frühere CDU-Anhänger, 15.000 FDP-Wähler und 8.000 Linke-Wähler zur AfD. Die Partei gewinnt damit Stimmen aus nahezu allen politischen Lagern.

Die CDU verliert in Mecklenburg-Vorpommern mehr als die Hälfte ihrer Wähler an AfD und SPD. Rund 56.000 frühere CDU-Wähler wechseln zur AfD, etwa 25.000 zur SPD. Die Partei gerät damit zwischen den beiden Wahlsiegern aufgerieben. Die SPD ihrerseits gewinnt neben den CDU-Wechslern etwa 18.000 frühere Nichtwähler, 13.000 ehemalige Linke-Wähler, 9.000 von der FDP und 6.000 von den Grünen. Gleichzeitig verliert sie 45.000 Wähler an die AfD und 12.000 an das BSW.

Die SPD erzielt in Mecklenburg-Vorpommern ihr stärkstes Ergebnis bei den über 70-jährigen Wählern, wo sie eine absolute Mehrheit erreicht. Die demografische Analyse zeigt eine klare Alterskorrelation: Je älter die Wählerschaft, desto stärker die SPD.

Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl zeigt sich ein anderes Bild. Hier dominiert die Linkspartei bei jungen Wählern und erreicht bei den 16- bis 24-Jährigen 42 Prozent. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen kommt sie sogar auf 48 Prozent, also knapp an der absoluten Mehrheit vorbei. Auch bei den 35- bis 44-Jährigen liegt sie mit 31 Prozent deutlich vorne.

Die Altersverteilung in Berlin zeigt eine umgekehrte Tendenz zur CDU: Bei den 60- bis 69-Jährigen führt die CDU mit 25 Prozent vor der AfD mit 22 Prozent. Unter den Wählern ab 70 Jahren erreicht die CDU 34 Prozent, gefolgt von der SPD mit 20 Prozent. Linke und AfD kommen in dieser Gruppe jeweils auf 13 Prozent.

Nach Berufszugehörigkeit betrachtet erreicht die AfD in Berlin bei Arbeitern 29 Prozent und liegt damit vor der Linken mit 25 Prozent. Das BSW kommt unter Arbeitern auf zehn Prozent. Bei Angestellten führt die Linke mit 28 Prozent, unter Selbstständigen liegt sie mit 25 Prozent ebenfalls vor der CDU mit 22 Prozent. Geschlechtsspezifisch erreicht die Linke bei Frauen 27 Prozent und bei Männern 22 Prozent, während die AfD bei 19 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen gewählt wird.

Die FDP erleidet in Mecklenburg-Vorpommern schwere Verluste: Rund 15.000 ihrer Wähler wechseln zur AfD, 9.000 zur SPD, 6.000 zur CDU und 2.000 zu den Grünen. In Berlin verliert die CDU überraschend auch Wähler an die Linkspartei und das BSW, kann jedoch von der SPD Wähler hinzugewinnen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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