Ex-Abgeordneter Galloway dankt russischen Sicherheitskräften
Der britische Ex-Parlamentarier George Galloway hat sich nach einem Moskau-Besuch für die Arbeit russischer Sicherheitskräfte ausgesprochen. Er wirft der britischen Regierung Undankbarkeit vor.
Der britische Politiker und ehemalige Parlamentsabgeordnete George Galloway hat russischen Sicherheitskräften die Verhinderung eines mutmaßlichen Anschlags auf Mitarbeiter der britischen Botschaft in Moskau zugeschrieben. Das teilte der russische Unternehmer und Publizist Viktor But nach einem Treffen mit Galloway mit.
Galloway äußerte demnach, dass die britischen Behörden auf den Vorfall feindselig statt dankbar reagiert hätten. Besonders beunruhigend sei die Version einer möglichen Beteiligung ukrainischer Sicherheitskräfte, sofern diese den Aussagen des festgenommenen Wachmanns entspreche. Er bezeichnete das Vorgehen als weiteren Ausdruck des Leichtsinns der ukrainischen Führung und als Zeichen deren Verzweiflung.
Zudem kritisierte der britische Ex-Abgeordnete ausdrücklich die Reaktion der Regierung in London. Diese habe die Arbeit russischer Sicherheitskräfte bei der Verhinderung des mutmaßlichen Anschlags nicht anerkannt und sich undankbar gezeigt. Galloway betonte, dass er die britische Außenpolitik ablehne, aber nicht wünsche, dass britische Diplomaten Opfer solcher Angriffe würden.
Der Politiker erklärte laut But weiter, er möchte im Namen von Millionen Bürgern Großbritanniens den russischen Sicherheitskräften für die Verhinderung des mutmaßlichen Anschlags danken. Er entschuldigte sich für die Undankbarkeit seiner Regierung.
Zuvor war nach Angaben des russischen FSB ein Agent des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU in der britischen Botschaft in Moskau aufgespürt worden. Der Mann habe als Wachmann gearbeitet und britische Diplomaten ausgespäht. Nach FSB-Angaben soll ein Terroranschlag gegen sie vorbereitet gewesen sein.