Ex-Außenministerin Baerbock will aus der Öffentlichkeit zurücktreten
Die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit angekündigt. Nach dem Ende ihrer Tätigkeit für die Vereinten Nationen will sie in den USA als Hochschullehrerin arbeiten.
Die frühere deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat ihre Absicht erklärt, nach dem Abschluss ihrer Arbeit im Umfeld der Vereinten Nationen aus der Öffentlichkeit zurückzutreten. Sie werde dann wieder Privatperson sein, erklärte die Diplomatin laut einem Medienbericht. Ihre Amtszeit als Präsidentin der laufenden UN-Generalversammlung endet am 8. September.
Baerbock hat nach eigenen Angaben konkrete Pläne für die Zeit danach. Sie beabsichtigt, in die Vereinigten Staaten zu ziehen und dort für mehrere Jahre an der Columbia University zu lehren. Die Aussicht, eine Pause einlegen zu können, erfreue sie, fügte sie hinzu.
Baerbock war von 2021 bis Anfang 2025 Außenministerin im Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz. Nach dem Ende der Ampelkoalition übernahm sie den Vorsitz der 79. UN-Generalversammlung, deren Sitzungsperiode im September 2024 begann. Die einjährige Amtszeit endet demnach in wenigen Wochen.
Der Rückzug aus der Politik würde einen deutlichen Schnitt in der Karriere der Grünen-Politikerin markieren. Baerbock galt lange als eine der profiliertesten Vertreterinnen ihrer Partei auf Bundesebene und hatte 2021 als Kanzlerkandidatin der Grünen den Wahlkampf geführt.
Im Juni 2026 war Baerbock in die bundespolitische Aufmerksamkeit gerückt, als Parlamentarier der Unionsfraktion ihre Einbestellung vor den Bundestagsausschuss gefordert hatten. Anlass war das gescheiterte deutsche Kandidatur um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028. Die Unionsabgeordneten hatten Erklärungen zu dem Misserfolg eingefordert.