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Stand 2. September 2026, 12:51 Uhr
International

Ex-Mitarbeiter kritisiert Milliarden-Vergleich von Meta mit US-Bundesstaaten

Der ehemalige Facebook-Sicherheitsmitarbeiter Arturo Bejar hält den milliardenschweren Vergleich zwischen Meta und mehreren US-Bundesstaaten für unzureichend, um Kinder vor Schäden durch soziale Medien zu schützen. Der Deal sieht …

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Meta hat sich mit Kalifornien und 28 weiteren US-Bundesstaaten auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt. Die Staaten hatten dem Unternehmen vorgeworfen, seine Plattformen Facebook und Instagram bewusst so gestaltet zu haben, dass sie Minderjährige süchtig machen. Zudem soll Meta die Öffentlichkeit über die damit verbundenen Risiken getäuscht haben. Der Vergleich wurde in der vergangenen Woche während eines Bundesprozesses verkündet, bei dem kein Urteil durch eine Jury gefällt wurde. Meta-CEO Mark Zuckerberg, der als Zeuge erwartet worden war, musste nicht aussagen.

Der frühere Facebook-Sicherheitsmitarbeiter Arturo Bejar, der als wichtiger Zeuge im Verfahren aufgetreten war, äußerte in einem am Montag veröffentlichten Interview erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit der vereinbarten Maßnahmen. Bejar gab an, mit etwa 40 trauernden Eltern gesprochen zu haben, deren Kinder gestorben seien. Soziale Medien hätten bei diesen Todesfällen eine bedeutsame Rolle gespielt. Die im Vergleich vorgesehenen Änderungen hätten keines dieser Kinder gerettet, so Bejar. Er kritisierte zudem, dass Meta selbst definieren könne, was als Schaden gelte, und dies an bestehende Maßnahmen knüpfe.

Der Vergleich sieht für Minderjährige eine standardmäßige tägliche Nutzungsbegrenzung von zwei Stunden auf Facebook und Instagram vor. Zudem soll der Zugriff zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens weitgehend blockiert werden, sofern Eltern diese Einschränkungen nicht aufheben. Benachrichtigungen werden während der Schulzeit stummgeschaltet, Like-Zahlen ausgeblendet. Filter, die kosmetische Operationen oder extremes Make-up simulieren, werden verboten. Junge Nutzer erhalten die Möglichkeit, einen nicht personalisierten Feed zu wählen. Die Einhaltung der Auflagen soll durch einen unabhängigen Prüfer überwacht werden.

Das Büro des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta betonte, dass weiterer Handlungsbedarf bestehe. Gleichzeitig bewertete es die Vereinbarung als wichtigen Schritt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Ein Sprecher von Meta verwies darauf, dass der Vergleich auf jahrelangen Gesprächen mit den Staatsanwaltschaften beruhe. Das Unternehmen bestreitet weiterhin jegliches Fehlverhalten und betont, es habe stets für den Schutz Minderjähriger im Internet gearbeitet. Die Vorstellung, Facebook und Instagram seien gezielt süchtig machend gestaltet worden, weist Meta zurück. Das Unternehmen verweist darauf, dass „Social-Media-Sucht“ keine anerkannte psychiatrische Diagnose sei.

Neben dem Vergleich mit den Bundesstaaten sieht sich Meta mit Tausenden weiteren Klagen wegen angeblicher Schäden an jungen Nutzern konfrontiert. Zudem hat die Europäische Kommission im vergangenen Monat festgestellt, dass Meta gegen den Digital Services Act verstoße. Grund sei das „süchtig machende Design von Instagram und Facebook“. Das Unternehmen prüft derzeit die Unterlagen der EU und erarbeitet eine formelle Rechtsstellungnahme.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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