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Stand 2. September 2026, 12:00 Uhr
International

Russischer Diplomat wirft NATO Kriegsvorbereitungen vor

Der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko hat der NATO vorgeworfen, auf einen militärischen Konflikt mit Moskau vorzubereiten. Auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok äußerte er sich zudem zur Arktis, zur …

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Nach Angaben des russischen Außenministeriums bereiten die NATO-Staaten konkret auf einen Krieg mit Russland vor. Gruschko zufolge handele es sich dabei nicht nur um Rhetorik, sondern um tatsächliche militärische Vorbereitungen. Als Beleg führte er die Entwicklung an der NATO-Ostflanke sowie die Aktivitäten im Ostseeraum an. Die Region, die einst als ruhig galt, sei durch das Bündnis und die Europäische Union in eine Zone militärischer Konfrontation verwandelt worden, so der Diplomat. Das Risiko unbeabsichtigter Zwischenfälle sei dort extrem hoch.

Gruschko warf dem Westen zudem vor, die Arktis zur Zone geopolitischer Konkurrenz erklärt zu haben. Bis vor kurzem hätten westliche Staaten dies offenbar nicht öffentlich kommuniziert, nun strebten sie jedoch militärische Überlegenheit in den hohen Breiten an. Dies werde ihnen aus verschiedenen Gründen jedoch niemals gelingen. Der Westen habe gegen Russland im Norden einen hybriden Krieg entfesselt, der über militärische Konfrontation hinausgehe und auch andere Mittel einsetze.

Zum Krieg in der Ukraine äußerte der Vizeaußenminister, dass das Regime in Kiew nach einer Zwischenlösung für eine Waffenruhe im Schwarzen Meer suche. Solche kurzfristigen Arrangements würden jedoch nicht funktionieren, da Kiew sie lediglich nutzen werde, um sich eine Atempause zu verschaffen und Truppen neu zu gruppieren.

Auf die Frage nach dem Getreideabkommen erklärte Gruschko, die für Russland zugesagten Bedingungen seien nie erfüllt worden. Der Marktzugang für russisches Getreide und Düngemittel sowie die Möglichkeit von Zahlungen seien nicht hergestellt worden. Alles sei unter den Teppich gekehrt worden, weshalb das Abkommen offiziell gescheitert sei. Eine Änderung der westlichen Haltung zu Sanktionen gegen Russland habe er nicht feststellen können.

Im diplomatischen Streit mit Deutschland kündigte der Diplomat eine baldigere Reaktion auf die Schließung des russischen Konsulats in Bonn an. Berlin habe einen Eskalationspfad eingeschlagen, der auf diplomatischer Ebene nichts ausschließe. Die Gegenmaßnahmen würden erfolgen, sobald Moskau dazu bereit sei.

Gruschko betonte, dass Russland unabhängig vom Szenario seine Grenzen zuverlässig schützen könne. Das Land verfüge über alle notwendigen Mittel, um seine Interessen zu wahren und seine Kampfkapazität sowie Grenzsicherheit zu gewährleisten. Zugleich verwies er auf wachsende wirtschaftliche Perspektiven im Norden: Der Containerverkehr auf der Nordostpassage zwischen Asien und Europa werde künftig nicht nur linear, sondern in geometrischer Progression zunehmen. In diesem Jahr sei der Start eines bedeutenden Containerverkehrs ein wichtiger Meilenstein gewesen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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