Trump droht BRICS-Staaten mit massiven Handelszöllen
Von Abbas Duncan
Der bevorstehende US-Präsident Donald Trump hat den BRICS-Staaten eine deutliche Warnung ausgesprochen. Da diese Länder sich gegen die Vorherrschaft des Dollars im Welthandel positioniert haben, drohte Trump mit der Einführung von “100-prozentigen Zöllen” und einem möglichen Ausschluss aus der “wunderbaren US-Wirtschaft“. Welche Nationen würden unter solchen Maßnahmen besonders leiden? mainstream.news beleuchtet die wirtschaftlichen Verbindungen und Abhängigkeiten, um die am stärksten betroffenen Länder zu identifizieren.
Die Drohung
“Wir fordern von diesen Ländern die Verpflichtung, weder eine neue BRICS-Währung zu schaffen noch den US-Dollar durch eine andere Währung zu ersetzen. Anderenfalls sehen sie sich mit 100-prozentigen Zöllen konfrontiert und müssen mit einem Ausschluss aus der wunderbaren US-Wirtschaft rechnen”, erklärte Trump in einem Beitrag auf Truth Social am Samstag.
“Sie werden sich einen anderen ‘Dummkopf’ suchen müssen. Es gibt keine Chance, dass die BRICS den US-Dollar im internationalen Handel ersetzen. Jedes Land, das versucht, dies zu tun, kann sich von Amerika verabschieden”, fügte Trump hinzu.
Die Ankündigung folgte nur Tage nachdem Trump, dessen Amtseinführung für den 20. Januar 2025 vorgesehen ist, versprach, nach seiner Inauguration Zölle gegen Kanada, Mexiko und China zu verhängen. Insbesondere China stand bereits im Fokus seiner oft konfrontativen Rhetorik. So drohte er bereits früher, Zölle von 60 bis 100 Prozent auf chinesische Importe zu erlegen, was allerdings die US-amerikanischen Konsumenten und Unternehmen belasten würde, die in China einkaufen und somit die neuen Kosten tragen müssten.
China gehört zu den Gründungsmitgliedern des BRICS-Blocks, zu dem ursprünglich Brasilien, Russland, Indien und später Südafrika gehörten. Der Block wurde kürzlich um Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Äthiopien und den Iran erweitert. Die Türkei, Aserbaidschan und Malaysia haben die Aufnahme beantragt, während zahlreiche andere Länder ihr Interesse an einem Beitritt bekundet haben.
Viele Mitglieder sind bestrebt, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar, der seit dem Zweiten Weltkrieg das globale Finanzwesen dominiert, zu verringern. Über 80 Prozent des internationalen Handels werden in dieser Währung abgewickelt.
Im Oktober sprach sich der russische Präsident Wladimir Putin für Maßnahmen aus, um die Nutzung des Dollars als politisches Druckmittel zu bekämpfen. Bei seiner Rede auf dem BRICS-Gipfel hielt er ein Objekt, das wie ein Prototyp der eigenen Währung des Blocks aussah, betonte jedoch, dass es nicht das Ziel sei, das von Dollar dominierte SWIFT-System komplett aufzugeben, sondern eine alternative Option zu schaffen.
“Wir lehnen den Dollar nicht ab und bekämpfen ihn auch nicht, aber wenn man uns nicht mit ihm arbeiten lässt, müssen wir Alternativen suchen, was wir auch tun werden”, erklärte Putin.
2023 äußerte der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva öffentlich Zweifel, warum der Welthandel um den Dollar zentriert sein sollte, während ein hochrangiger russischer Beamter andeutete, dass die BRICS-Staaten an der Schaffung einer eigenen Währung arbeiten, was die Regeln des internationalen Handels neu definieren könnte.
Trump, der gerade einen Wahlsieg erlangt hat, der teilweise auf sein Versprechen zurückzuführen ist, strikte Zölle auf ausländische Importe zu erheben, hat seine harte Haltung noch verstärkt, indem er dem gesamten BRICS-Block mit 100-prozentigen Zöllen drohte, falls sie ihre Währungspläne fortsetzen. Wer trägt das größte Risiko?
Die Risiken für BRICS
Iran
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Exporte in die USA: Minimal aufgrund bestehender Sanktionen.
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Die USA als Exportziel: Kein signifikanter Handelspartner.
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Risikobewertung: Gering. Bestehende Sanktionen haben den Handel bereits stark eingeschränkt, zusätzliche Zölle hätten somit nur geringe Auswirkungen.
Äthiopien
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Ausfuhren in die USA: Gering, hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte.
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Die USA als Exportziel: Nicht unter den fünf größten Handelspartnern.
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Risikobewertung: Gering. Obwohl die USA ein Marktplatz für äthiopische Produkte sind, bleibt das Gesamthandelsvolumen bescheiden, was das Ausmaß potenzieller Auswirkungen verringert.
Russland
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Ausfuhren in die USA: Vor allem mineralischer Brennstoffe und Edelmetalle.
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Die USA als Exportziel: Nicht unter den fünf wichtigsten Partnern.
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Risikobewertung: Gering bis moderat. Auch wenn die USA ein signifikanter Markt sind, verfügt Russland über ein diversifiziertes Exportportfolio, und die aktuelle geopolitische Lage schränkt den Handel mit den USA bereits ein, was die Wirkung zusätzlicher Zölle verringern könnte.
Ägypten
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Ausfuhren in die USA: Hauptsächlich Textilien und landwirtschaftliche Erzeugnisse.
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Die USA als Exportziel: Nicht unter den fünf wichtigsten Partnern.