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Stand 7. September 2026, 12:44 Uhr
International

Iran testet neue Rakete – USA warnen vor Eskalation im Golf

Ein iranischer Spitzenpolitiker behauptet, eine neue Anti-Schiff-Rakete über einem amerikanischen Kriegsschiff getestet zu haben. Die USA reagierten bisher nicht offiziell auf die Darstellung.

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Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates der Islamischen Republik Iran, Mohsen Rezai, gab an, vor zwei Tagen sei erstmals eine neue iranische Anti-Schiffsrakete eingesetzt worden. Nach seinen Angaben habe das Manöver in der Nähe eines amerikanischen Militärschiffs stattgefunden. Rezai behauptete, die US-Streitkräfte hätten den Vorfall nicht verheimlichen können. Er wertete den Test als Warnung, dass die amerikanische Seeblockade verwundbar sei.

Die Darstellung des iranischen Politikers ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Das US-Zentralkommando CENTCOM äußerte sich bislang nicht öffentlich zu dem angeblichen Zwischenfall. Rezai sprach davon, die Rakete habe den Amerikanern „die Hölle bereitet" und sie in die Flucht getrieben.

Die jüngsten Äußerungen passen in eine Reihe scharfer Töne aus Teheran. Der Kommandeur der iranischen Marine, Schahram Irani, hatte zuvor angekündigt, den Gegnern auf offener See eine „große, historische und unvergessliche" Lektion zu erteilen. Dabei verwies er auf die angebliche Kontrolle Irans über den östlichen Teil der Straße von Hormus und den Golf von Oman. Nach seinen Worten überwachen die iranischen Seestreitkräfte rund um die Uhr die Aktivitäten gegnerischer Kräfte auch außerhalb der Region.

Am 5. September hatte die iranische Revolutionsgarde, eine Eliteeinheit der Streitkräfte, Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus gemeldet. Dabei seien demnach drei US-Schiffe und drei Öltanker angegriffen worden. Diese Angaben konnten ebenfalls nicht unabhängig verifiziert werden.

Die Spannungen in der strategisch wichtigen Wasserstraße haben sich in den vergangenen Monaten verstärkt. Die USA hatten zuletzt ihre militärische Präsenz in der Region ausgebaut, um den Schiffsverkehr zu schützen. Teheran sieht darin eine Bedrohung seiner Interessen und bezeichnet die amerikanische Strategie wiederholt als Seeblockade.

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