Kushner wirbt für trilaterales Verhandlungsformat im Ukraine-Konflikt
Der US-Sonderbeauftragte und Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten hat sich für direkte Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA ausgesprochen. Ein solches Format habe sich bereits vor etwa einem halben Jahr …
Der US-amerikanische Sondergesandte Jared Kushner hat sich für die Wiederaufnahme eines trilateralen Verhandlungsformats im Ukraine-Konflikt ausgesprochen. Kushner, der zugleich Schwiegersohn von Präsident Donald Trump ist, äußerte sich nach Gesprächen in Kiew zu dem Thema.
Nach seinen Worten wäre es sehr produktiv, zu einem Format zurückzukehren, bei dem alle Beteiligten direkt miteinander kommunizieren könnten. Die USA müssten dann nicht mehr als Vermittler für Russland oder die Ukraine auftreten. Kushner verwies auf Erfahrungen aus vorangegangenen Gesprächen vor etwa einem halben Jahr.
Der Sondergesandte schilderte, dass bei früheren Verhandlungsrunden alle Seiten auf Russisch miteinander gesprochen hätten. Die Atmosphäre sei dabei sehr freundschaftlich gewesen. Die Vereinigten Staaten hätten die Idee eines solchen Dreier-Formats bereits mit beiden Konfliktparteien erörtert, so Kushner weiter.
Kushner äußerte die Hoffnung, in dieser Frage Fortschritte erzielen zu können. Er sprach in diesem Zusammenhang von gemeinsamen Überlegungen mit seinem Kollegen Steve Witkoff, der ebenfalls als Sondergesandter des US-Präsidenten fungiert.
Zuvor hatte Witkoff die Ergebnisse seiner jüngsten Gespräche in Moskau und Kiew positiv bewertet. Die amerikanischen Diplomaten sind in den vergangenen Tagen in der ukrainischen und der russischen Hauptstadt gewesen, um die Möglichkeiten für eine Konfliktlösung auszuloten.