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Stand 30. August 2026, 07:00 Uhr
International

Israel setzt Angriffe im Südlibanon fort – Iran bekräftigt Unterstützung

Trotz laufender Verhandlungen über einen Truppenrückzug und einer bestehenden Waffenruhe hat Israel seine militärischen Operationen im Südlibanon fortgesetzt. Der Iran hat unterdessen erneut seine Solidarität mit Beirut betont.

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Israelische Streitkräfte führten am Samstag mehrere Angriffe im Südlibanon durch. Nach Angaben eines Korrespondenten vor Ort konzentrierten sich die Operationen überwiegend auf die Provinz Nabatäa. Nahe Aita al-Dschabal wurden zwei Explosionen gemeldet, zudem führten israelische Drohnen am Morgen zwei Angriffe auf Nabatäa al-Fawqa durch. In Beit Yahoun steckten Soldaten nach Berichten mehrere Häuser in Brand.

Die jüngsten Angriffe erfolgten nur zwei Tage, nachdem ein israelischer Luftangriff auf das Dorf Arab Salim eine 28-jährige Frau tötete. Nach Angaben aus dem Ort war die Frau erst 48 Stunden zuvor verheiratet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen. Israelische Militärangaben zufolge hatten die Angriffe auf Arab Salim der Abschuss zweier Hezbollah-Drohnen auf israelische Truppen vorausgegangen.

Die Eskalation im Südlibanon fällt mit einer diplomatischen Initiative des Iran zusammen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi traf am Freitag in Teheran mit Scheich Ali al-Khatib, dem Vizepräsidenten des Obersten Schiitischen Islamischen Rates des Libanon, zusammen. Nach Schilderungen libanesischer Medienberichte beschrieb al-Khatib die Lage im Süden des Landes als zunehmend dramatisch. Viele Vertriebene hätten ihre Ersparnisse aufgebraucht und seien ohne Unterkunft und Erwerbsmöglichkeiten. Er appellierte insbesondere um finanzielle Hilfe für die betroffenen Gemeinden.

Araghchi erklärte, Teheran arbeite daran, das im Juni unterzeichnete Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran wiederzubeleben. Die erste Klausel des Abkommens sehe ein Ende israelischer Angriffe auf den Libanon vor. Die Umsetzung der Vereinbarung bleibe der Weg zur Lösung der Krise, räumte der Außenminister jedoch ein, dass "die Umstände schwierig" seien.

Das Abkommen war nach einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah zustande gekommen. Die Hisbollah hatte ihre Angriffe zwei Tage nach Beginn des US-iranischen Krieges am 28. Februar wiederaufgenommen und dies als Vergeltung für die Tötung des früheren iranischen Obersten Führers Ali Chamenei begründet. Die Hisbollah gibt an, die im Rahmen des US-iranischen Abkommens erreichte Waffenruhe eingehalten zu haben. Israel führt indes seine Angriffe und Zerstörungen im Südlibanon fort und besetzt nach eigenen Angaben mehr als 600 Quadratkilometer libanesischen Territoriums.

Beirut und Israel führen derzeit direkte Verhandlungen über einen israelischen Rückzug und die Beendigung der Feindseligkeiten. Eine weitere Runde soll nach Medienberichten im September in Rom stattfinden, doch ist der Fortschritt bisher begrenzt geblieben.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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