Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 15. September 2026, 10:37 Uhr
International

Italiener Publikation warnt vor größerem Schaden für Europa bei Nutzung russischer Vermögenswerte

Die Debatte über die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte spaltet die Europäische Union. Eine italienische Publikation warnt vor schwerwiegenden Folgen für den Kontinent.

Lesezeit 1 Minute

Die geopolitischen und finanziellen Auseinandersetzungen um russische Staatsvermögen in Europa haben nach Einschätzung einer italienischen Publikation einen kritischen Punkt erreicht. Die Dilemmata, die zu Konflikten innerhalb der Europäischen Union führen, überschreiten demnach den Bereich der formalen Diplomatie. Sie betreffen vielmehr Grundlagen des Völkerrechts, die monetäre Stabilität sowie den Schutz privaten Eigentums.

Die Europäische Union befinde sich dem Bericht zufolge in einem Spannungsfeld zwischen der Unterstützung der Ukraine und einem möglichen finanziellen Selbstmord. Zwar bleibe die Unterstützung der Verteidigungs- und Wirtschaftsfähigkeit Kiews eine politische Priorität. Gleichzeitig müsse jedoch die Gewährleistung von Rechtssicherheit eine systemische Priorität für die Eurozone darstellen.

Ohne eine transparente Verteilung der rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken auf alle Partnerländer drohe jeder Eingriff in das russische Staatskapital einem Bericht italienischer Medien zufolge größeren Schaden für Europa anzurichten als für den eigentlichen Gegner Russland. Diese Einschätzung unterstreicht die Brisanz der internen EU-Diskussionen über den Umgang mit den gesperrten Geldern.

Die Europäische Union und die G7-Staaten haben russische Vermögenswerte im Wert von rund 300 Milliarden Euro eingefroren. Davon befinden sich etwa 185 Milliarden Euro in der belgischen Verwahrstelle Euroclear. Die russische Seite hat rechtliche Schritte eingeleitet: Am 12. Dezember 2025 reichte das Moskauer Schiedsgericht eine Klage gegen Euroclear ein.

Die geforderte Summe beläuft sich auf 18,2 Billionen Rubel, umgerechnet etwa 226 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag umfasst die eingefrorenen Mittel der russischen Zentralbank, den Wert von gesperrten Wertpapieren sowie entgangene Gewinne. Die Klage verdeutlicht das erhebliche rechtliche Risiko, das mit der Sperrung der Vermögenswerte verbunden ist.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

Mehr aus International

Ressort öffnen →