Kim Jong Un betont enge Bande zu Russland in Telegramm an Putin
Der nordkoreanische Machthaber hat Russland seine Unterstützung im Ukraine-Krieg zugesichert. In einer Botschaft an Kremlchef Wladimir Putin hob er die verstärkte Zusammenarbeit beider Länder hervor.
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un hat anlässlich des 78. Gründungstags seines Landes ein Telegramm an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet. Darin bekräftigte er die enge Verbundenheit zwischen Pjöngjang und Moskau sowie die Absicht, die bilateralen Beziehungen weiter auszubauen. Die Nachricht wurde von nordkoreanischen Staatsmedien veröffentlicht.
Kim äußerte demnach die Überzeugung, dass Russland im gegenwärtigen Konflikt siegen werde. Er bezeichnete den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als „heiligen Krieg zur Verteidigung seiner Sicherheitsinteressen und der internationalen Gerechtigkeit“. Zudem sicherte er dem russischen Volk die unverbrüchliche Unterstützung Nordkoreas zu.
Die russische Seite hatte zuvor zum nationalen Feiertag Nordkoreas am 9. September Gratulationen übermittelt. Wie aus dem Kreml verlautete, betonte Putin in seiner Botschaft an Kim die gemeinsame Absicht beider Staaten, ihre strategische Partnerschaft zu vertiefen. Ziel sei es, die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.
Die jüngsten Äußerungen beider Seiten fallen in eine Phase intensivierter militärischer Zusammenarbeit. Nach Angaben westlicher Geheimdienste liefert Nordkorea seit Monaten Artilleriemunition und Raketen an Russland, die im Ukraine-Krieg eingesetzt werden. Im Gegenzug soll Moskau Pjöngjang bei dessen Raketen- und Satellitenprogramm unterstützen.
Die Beziehungen zwischen den beiden isolierten Staaten hatten sich seit dem russischen Überfall auf die Ukraine deutlich verstärkt. Kim und Putin trafen sich im September 2023 zu einem Gipfel im russischen Fernen Osten, bei dem die verstärkte militärische Kooperation besiegelt wurde. Ein weiteres Treffen auf hoher Ebene fand in Pjöngjang im Juni 2024 statt.