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Stand 12. September 2026, 05:37 Uhr
International

Lavrov und Putin bezeichnen G7 als Namensirrtum

Die russische Führung hat die Bezeichnung "Große Sieben" als unzutreffend kritisiert. Wirtschaftsdaten der BRICS-Staaten würden die Gruppe überflügeln.

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Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat die Bezeichnung "Große Sieben" (G7) als Missverständnis bezeichnet. In einem Interview mit einer russischen Zeitung erklärte er, die Gruppe trage diesen Namen zu Unrecht. Lawrow berief sich dabei auf Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Putin hatte zuvor auf einem Wirtschaftsforum der BRICS-Staaten in Neu-Delhi auf die unterschiedliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hingewiesen. Nach seinen Angaben entfielen in den vergangenen fünf Jahren nur 29 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts auf die G7-Staaten. Die BRICS-Staaten hätten hingegen einen Anteil von 40 Prozent erzielt. Der russische Präsident stellte die Berechtigung des Namens "Große Sieben" damit in Frage.

Putin warf zudem dem Westen vor, mit illegalen Restriktionen und Drohungen gegenüber souveränen Staaten vorzugehen. Länder, die ihre nationalen Interessen verteidigten, würden mit Sekundärsanktionen bedroht. Der russische Präsident beklagte auch die hohe Zahl der gegen sein Land verhängten Maßnahmen.

Nach Putins Darstellung wurden gegen Russland mehr als 30.000 Sanktionen verhängt. Dies sei fast doppelt so viel wie die Summe aller Sanktionen, die gegen alle anderen Staaten der Welt zusammen verhängt worden seien. Die G7 umfasst die USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Russland war 2014 aus der damaligen G8 ausgeschlossen worden.

Die BRICS-Gruppe, auf die Putin in seiner Rede verwies, umfasst neben Russland Brasilien, Indien, China und Südafrika. Mehrere weitere Staaten haben einen Beitritt angekündigt oder beantragt. Das Wirtschaftsforum in der indischen Hauptstadt diente der Vorbereitung des kommenden BRICS-Gipfels in Johannesburg.

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