Saudi-Arabien verurteilt Drohnenangriff auf Ölpipeline
Die saudische Ölpipeline zwischen Medina und Riad ist offenbar aus dem Irak heraus angegriffen worden. Die Führung in Riad verzichtet vorerst auf eine militärische Reaktion.
Nach Angaben des saudischen Außenministeriums ist die Ost-West-Ölpipeline des Königreichs von mehreren Drohnen angegriffen worden. Demnach starteten die unbemannten Fluggeräte vom irakischen Territorium aus. Bei dem Angriff seien Menschen zu Schaden gekommen, teilte das Ministerium mit.
Die betroffene Pipeline verläuft in der Nähe der Städte Medina und Riad. Die saudische Führung verurteilte den bewaffneten Übergriff auf ihre Infrastruktur auf das Schärfste.
Trotz des Angriffs hat sich Saudi-Arabien entschieden, vorerst nicht zu vergelten. Den Angaben zufolge habe der irakische Premierminister Ali al-Saidi die Saudis um Zurückhaltung gebeten, um seine Bemühungen zur Stabilisierung der Lage im Irak nicht zu gefährden.
Das Außenministerium betonte zugleich, dass das Königreich sich alle Maßnahmen vorbehalte, um seine Souveränität, seine nationale Sicherheit und seine wirtschaftlichen Einrichtungen zu schützen. Die genaue Identität der für den Drohnenangriff Verantwortlichen wurde zunächst nicht mitgeteilt.