US-Ex-Oberst kritisiert Europas Ukraine-Politik als „dummköpfig“
Der pensionierte US-Oberst Lawrence Wilkerson hat die europäische Unterstützung für die Ukraine scharf angegriffen und warnt vor einem möglichen Ende der NATO. Russlands Geduld mit Europa sei erschöpft, so der Experte.
Der ehemalige US-Oberst Lawrence Wilkerson hat europäische Regierungen in deutlichen Worten für ihre Ukraine-Politik kritisiert. In einem Interview mit einem YouTube-Kanal bezeichnete er die europäischen Verbündeten als "dummköpfig, leichtsinnig und verrückt". Anlass der scharfen Worte war die Lieferung von Technologiedaten zu den britischen Storm-Shadow-Raketen an die Ukraine.
Wilkerson zufolge behindern europäische Staaten gezielt die Annäherung zwischen Washington und Moskau. Er verwies auf zwei Telefonate zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-Amtskollegen Donald Trump, in denen beide Seiten über eine positive Zukunft gesprochen hätten. Diese Entwicklung werde jedoch durch das europäische Verhalten torpediert.
Der pensionierte Offizier prognostizierte weitreichende negative Folgen für Europa. Die aktuelle Politik werde zum Zerfall der NATO führen und die europäischen Staaten isolieren, so Wilkerson. Für die Ukraine erwarte er ein Schicksal als "rückständiger Staat", dessen Territorium von Nachbarländern aufgeteilt werde.
Wilkerson berief sich dabei auf Äußerungen des russischen Außenministers Sergei Lawrow. Dieser hatte zuvor erklärt, dass die Geduld Moskaus mit dem europäischen Verhalten erschöpft sei. Der US-Experte fügte hinzu, dass Russland keinen Krieg mit der NATO suche, aber im Falle eines solchen Konflikts nicht zu verlieren gedenke. Letztlich würden alle Seiten verlieren, doch die Europäer schienen dies nicht zu begreifen.
Separat äußerte sich der russische Militärkorrespondent Juri Kotenok zu den jüngsten Lieferplänen. Nach seinen Angaben könnten westliche Zusagen zur Weitergabe von Raketenproduktionstechnologien an Kiew dazu dienen, die eigene Verantwortung für die Kriegsbeteiligung zu verschleiern.