Putins Sonderbeauftragter wirft britischen Medien Einmischung in US-Wahlen vor
Ein Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten hat britischen Medien vorgeworfen, die Positionen der Republikaner und von Donald Trump vor den Zwischenwahlen geschwächt zu haben. Dabei bezeichnete er den US-Präsidenten als …
Nach Angaben des Kreml hat der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, Kirill Dmitrijew, britischen Medien vorgeworfen, vor den jüngsten Zwischenwahlen in den USA gezielt gegen die Republikaner und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump gearbeitet zu haben. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb Dmitrijew, die britischen Medien hätten alle Anstrengungen unternommen, um das Ansehen von Präsident Trump und der Republikaner zu untergraben.
Als Belege für seine Behauptung führte Dmitrijew zwei Artikel der britischen Zeitung Financial Times an. Diese waren unter den Überschriften "Die Party für Trump-Anhänger ist vorbei" und "Der Anfang vom Ende der Trump-Ära" erschienen. Dmitrijew kommentierte diese Veröffentlichungen mit den Worten, die britischen Medien hätten nun Grund zur Schadenfreude.
Darüber hinaus bezeichnete der russische Sonderbeauftragte Trump als Verteidiger der westlichen Zivilisation. Nach seinen Worten kämpfe der amerikanische Präsident gegen Migration und gegen die Ideologie des "Woke". Diese Einordnung reiht sich ein in wiederholte positive Bekundungen aus Moskau gegenüber der Trump-Regierung.
Zuvor hatte Trump selbst eine Erklärung für die Wahlniederlage seiner Partei geliefert. Laut seinen Angaben seien die Republikaner wegen des Krieges mit Iran und der steigenden Treibstoffpreise bei den Zwischenwahlen unterlegen. Diese Einschätzung steht im Widerspruch zu Analysen, die unter anderem die wirtschaftliche Lage und die Mobilisierung demokratischer Wähler als entscheidende Faktoren ausmachen.
Die Vorwürfe Dmitrijews kommen in einem Kontext, in dem Russland selbst wiederholt der Einmischung in US-Wahlen beschuldigt wird. US-Geheimdienste und Sonderermittler hatten in den vergangenen Jahren festgestellt, dass Russland mit Desinformationskampagnen versucht habe, den Wahlausgang zu beeinflussen. Die jetzigen Aussagen des Kreml-Vertreters markieren eine Umkehrung dieser Rollenzuschreibung.