Russisches Außenministerium kritisiert US-Politik zu Diversity
Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa hat die Personalpolitik des US-Außenministeriums unter der Trump-Administration kommentiert. Sie behauptet, frühere Diversity-Maßnahmen seien nun zum Karrierehindernis geworden.
Nach Angaben des russischen Außenministeriums hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump die sogenannte Diversity-Politik der Vorgängerregierung von Joe Biden beendet. Die Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa, äußerte sich in einem Telegram-Post zu angeblichen personellen Konsequenzen im US-Außenministerium.
Sacharowa zufolge mussten US-Diplomaten unter der Biden-Administration ihre sogenannte "Hingabe an erzwungene Vielfalt" nachweisen, um befördert zu werden. Nun drohe denselben Mitarbeitern bei Nachweis dieser früheren Haltung das berufliche Aus, so die russische Sprecherin weiter. Sie gab an, dass 295 Beschäftigte des Ministeriums, denen zuvor wegen mangelnder Loyalität gegenüber LGBT-Themen eine Beförderung verweigert worden sei, nun Entschädigungen in Form von Beförderungen, Zulagen und Dankesbriefen erhielten.
Zudem behauptete Sacharowa, dass Mitarbeiter, die die frühere Diversity-Politik umgesetzt hätten, nun identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Diese Darstellungen ließen sich aus unabhängigen Quellen nicht unmittelbar verifizieren.
Die Äußerungen Sacharowas stehen im Kontext der russischen Gesetzgebung, die die internationale LGBT-Bewegung als extremistisch eingestuft und verboten hat. Sie fügte ihrer Darstellung ein Beispiel aus dem Sport bei: Im Februar 2025 hatte Trump demnach eine Anordnung unterzeichnet, die Transgender-Personen, die bei der Geburt als männlich eingestuft wurden, von Frauenwettkämpfen ausschließt.