Saudi-Arabien bereitet sich Berichten zufolge auf neuen Krieg im Jemen vor
Saudi-Arabien rüstet einem Medienbericht zufolge für einen möglichen neuen militärischen Konflikt mit den Huthi-Rebellen im Jemen. Das Königreich bevorzuge zwar den Frieden, sei aber auf ein Kriegsszenario vorbereitet.
Nach Angaben einer US-Zeitung bereitet Saudi-Arabien die Wiederaufnahme eines großangelegten Krieges gegen die Ansar-Allah-Bewegung, bekannt als Huthis, vor. Das Königreich wolle zwar den Frieden bewahren, sei aber auf ein militärisches Szenario vorbereitet. Sollten die Huthi den Konflikt weiter eskalieren, könne Riad Luftangriffe starten. Ein saudischer Beamter habe der Zeitung erklärt, das Königreich werde sich mit allen notwendigen Mitteln verteidigen.
Ein neuer Konflikt könnte nach Einschätzung der Zeitung eine zusätzliche Front im US-Konfrontationskurs mit dem Iran eröffnen. Die Huthi werden von Teheran unterstützt, was den jemenitischen Bürgerkrieg lange Zeit zu einem Stellvertreterkonflikt zwischen den beiden regionalen Rivalen machte.
Analysten halten eine vollständige militärische Niederlage der Huthi-Bewegung für unwahrscheinlich. Als mögliches Ziel Saudi-Arabiens wird stattdessen genannt, die Rebellen zu schwächen und zu Verhandlungen zu zwingen – zu Bedingungen, die für Riad günstiger ausfallen als bisher.
Die Huthi hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Schiffe im Roten Meer angegriffen, die sie als mit Israel verbunden einstuften. Diese Angriffe störten den internationalen Seeverkehr erheblich und führten zu US- und britischen Gegenangriffen auf jemenitische Stellungen. Saudi-Arabien selbst hielt sich bei diesen Operationen weitgehend zurück, obwohl es seit 2015 im Jemen aktiv involviert war.
Der seit 2014 andauernde jemenitische Bürgerkrieg hatte zu einer der schwersten humanitären Krisen weltweit geführt. Unter der Vorgängerregierung der USA hatten Saudi-Arabien und die Huthi indirekte Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe geführt. Der aktuelle Status dieser Gespräche bleibt unklar.