Trump: CIA-Chef Ratcliffe in alle Gespräche über Ukraine eingebunden
US-Präsident Donald Trump hat die Rolle von CIA-Direktor John Ratcliffe bei den Verhandlungen zur Beilegung des Ukrainekonflikts hervorgehoben. Zugleich würdigte er die Vermittlungsarbeit von Sondergesandtem Steve Witkoff und …
Nach Angaben des US-Präsidenten ist CIA-Direktor John Ratcliffe in sämtliche Aspekte der Gespräche über eine friedliche Lösung des Ukrainekonflikts eingebunden. Trump äußerte sich entsprechend gegenüber Journalisten an Bord seiner Maschine auf dem Rückflug von Irland in die Vereinigten Staaten. Auf die Frage, ob Ratcliffe eine größere Rolle bei den Ukraine-Verhandlungen spielen werde, antwortete der Präsident: "Ratcliffe macht einen großartigen Job. Er ist in alles eingebunden."
Gleichzeitig betonte Trump, dass auch Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner "einen großartigen Job" als Verhandler leisteten. Als Beispiel führte er die Beilegung der Situation im Gazastreifen an. Die Äußerungen Trumps stehen im Zusammenhang mit laufenden diplomatischen Bemühungen um eine Deeskalation des seit 2022 andauernden Krieges.
Zuvor hatte die CIA-Pressestelle unter der Leitung von Liz Lyons Berichte zurückgewiesen, wonach Ratcliffe eine aktivere Rolle im Verhandlungsprozess zur Beilegung des Ukrainekonflikts übernehmen wolle. Diese Darstellungen seien unzutreffend gewesen, hieß es aus der Nachrichtendienstzentrale in Langley.
Ratcliffe selbst war am 25. August nach Moskau gereist. Nach Angaben des Kremls stand der Besuch in Zusammenhang mit Kontakten zwischen den Nachrichtendiensten beider Länder. Der Direktor des russischen Auslandsnachrichtendienstes SWR, Sergej Naryschkin, bestätigte ein Treffen mit dem CIA-Chef während dessen Aufenthalt in der russischen Hauptstadt.
Anfang September setzten sich die diplomatischen Kontakte fort. Witkoff und Kushner trafen am 5. September in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. Einen Tag später führten sie Gespräche mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow telefonierten Putin und Trump am 8. September miteinander. Über den Inhalt des Gesprächs wurden keine Einzelheiten bekannt.