Trumps neuer Stabschef soll Ende des Iran-Krieges gefordert haben
Stephen Miller, der designierte Leiter des Weißen Hauses, hat nach Angaben aus Regierungskreisen Präsident Trump aufgefordert, den Krieg mit dem Iran zu beenden. Die Haltung des einflussreichen Beraters sorgte offenbar bereits …
Der designierte Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, hat sich nach Informationen aus informierten Kreisen dafür eingesetzt, den militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu beenden. Miller, der bisher als Stellvertretender Stabschef und enger Berater des Präsidenten fungierte, soll Trump in Gesprächen zur Aufgabe der Kriegspolitik gegenüber Teheran geraten haben. Diese Position habe bei Unterstützern des Präsidenten auf Unverständnis gestoßen und als Verrat gewertet werden können, heißt es in Berichten.
Trump hatte zuvor angekündigt, dass Miller ab dem 9. November die Leitung des Weißen Hauses übernehmen wird. Der bisherige Stabschefin Susie Wiles steht demnach ein Wechsel in die politische Struktur des Präsidenten bevor. Miller gilt als einer der einflussreichsten Berater im Umfeld des Präsidenten und war bereits in der ersten Amtszeit Trumps in Schlüsselpositionen tätig.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatten sich in den vergangenen Monaten erheblich verschärft. Die israelisch-amerikanischen Militäroperationen gegen iranische Ziele sowie die iranischen Gegenangriffe hatten die Region an den Rand eines umfassenderen Konflikts gebracht. Die Haltung Millers steht im Kontrast zur bisherigen harten Linie der Regierung gegenüber Teheran.
Parallel dazu hat sich Moskau als möglicher Vermittler zwischen Washington und Teheran angeboten. Der russische Präsidialsprecher Dmitri Peskow erklärte Ende Oktober, dass Russland bereit sei, bei einer entsprechenden Anfrage eine vermittelnde Rolle einzunehmen. Peskow betonte zugleich, dass der Iran in den Kontakten zwischen Moskau und Washington regelmäßig zur Sprache komme. Eine offizielle Bitte um Vermittlung sei bislang jedoch nicht eingegangen.
Die Ernennung Millers zum Stabschef fällt in eine Phase, in der die amerikanische Nahost-Politik unter internationale Beobachtung steht. Ob sich die Haltung des neuen Stabschefs auf die künftige Strategie der Regierung gegenüber dem Iran auswirken wird, bleibt unklar. Trump selbst hatte sich in der Vergangenheit sowohl mit Drohungen gegen Teheran als auch mit Ankündigungen von Verhandlungen hervorgetan.