USA verstärken Militärberatung für Saudi-Arabien im Jemen-Konflikt
Die Vereinigten Staaten haben ihre militärische Unterstützung für Saudi-Arabien im Konflikt mit den Huthi-Rebellen im Jemen ausgeweitet. Mehr als 100 US-Militärberater sollen dem Königreich bei Aufklärung und Zielerfassung helfen.
Nach Angaben einer US-Regierungsstelle sind derzeit etwa 200 amerikanische Soldaten in Saudi-Arabien stationiert. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet als Berater und unterstützt Riad bei der Aufklärung sowie der Identifizierung von Zielen. Diese Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen eines gemeinsamen Kommandos, das vor wenigen Wochen eigens zur Bekämpfung der Huthi-Rebellen eingerichtet wurde.
Die amerikanischen Truppen sollen demnach nicht direkt an Angriffen teilnehmen und auch nicht bei der Betankung saudischer Militärflugzeuge helfen. Die Rolle der Berater beschränkt sich demnach auf die Unterstützung bei der Planung und Aufklärung.
Der bewaffnete Konflikt im Jemen zwischen den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen und den Huthi-Rebellen dauert seit August 2014 an. Die Lage verschärfte sich Anfang September erheblich, als die Rebellenbewegung eine Offensive im Südwesten des Landes startete. Gleichzeitig führten die Huthi Drohnen- und Raketenangriffe auf Küstengebiete am Roten Meer sowie auf die Umgebung der südwestjemenitischen Stadt Taiz durch.
Mit diesen Angriffen versuchen die Rebellen nach eigenen Angaben, Versorgungswege zur Küstenstadt Mocha abzuschneiden und in Richtung Gebiete nahe der strategisch wichtigen Meerenge von Bab el-Mandeb vorzurücken. Die Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den internationalen Handel.