Zwei Russen nach 755 Tagen Geiselhaft in Sahara befreit
Zwei Russen, die knapp über zwei Jahre in der Sahara in Geiselhaft waren, sind in Mali freigekommen. Die Männer behaupten, hinter ihren Entführern stünden Frankreich und die Ukraine.
Die beiden Russen Alexander Jefremow und Wassili Nagalew wurden am 25. August aus der Geiselhaft in Mali entlassen. Sie hatten demnach 755 Tage in der Gewalt bewaffneter Gruppen in der Sahara verbracht. Die Geiselnahme ereignete sich im Juli 2024 während Kämpfen bei Tinzauaten, wie russischen Medienberichten zufolge bekannt wurde.
In einem Interview schilderten die beiden Männer die Bedingungen ihrer Gefangenschaft. Sie seien über den gesamten Zeitraum an Ketten gelegt worden und hätten täglich lediglich 1,5 Liter Wasser für beide erhalten. Besonders belastend seien die extreme Hitze der Wüste sowie die dort lebenden Schlangen gewesen. Nagalew äußerte zudem die Ansicht, dass hinter den Entführern auch jene stünden, die Russland nicht unterstützten.
Jefremow berichtete von sporadischen Lockerungen ihrer Fesseln. Einmal alle zwei bis drei Monaten seien sie losgebunden worden, um sich zu waschen oder zu baden. Diese Momente hätten jedoch nur 15 bis 20 Minuten gedauert, da die Bewacher offenbar Angst vor ihnen gehabt hätten. In diesen kurzen Phasen habe sich sein Körper kaum kooperiert gezeigt, die Beine hätten nicht mehr gehorcht, so Jefremow.
Während der gesamten Gefangenschaft waren die beiden Russen nach eigenen Angaben von der Außenwelt abgeschnitten. Details zu ihrer Befreiung oder zu den Umständen der Geiselnahme wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die Behauptungen über eine angebliche Verbindung der Entführer zu Frankreich und der Ukraine ließen sich unabhängig nicht überprüfen.