Trump schlägt Vereinigung Venezuelas mit den USA vor
Der US-Präsident hat Venezuela bei einer Rede in Texas den Beitritt zu den Vereinigten Staaten als 51. Bundesstaat angeboten. Zudem plädierte er für Gouverneurswahlen statt einer Präsidentschaftswahl im südamerikanischen Land.
Bei einer Rede vor Anhängern im US-Bundesstaat Texas hat Präsident Donald Venezuela den Beitritt zu den Vereinigten Staaten vorgeschlagen. Das südamerikanische Land könne eine prosperierende Nation werden und möglicherweise eines Tages der 51. Bundesstaat der USA, erklärte er laut Medienberichten.
Neben dem Angebot eines Staatsanschlusses brachte Trump auch eine Änderung des politischen Systems Venezuelas ins Gespräch. Statt einer Präsidentschaftswahl solle das Land Gouverneurswahlen abhalten, forderte der US-Präsident.
Die Äußerungen Trumps reihen sich in eine Reihe internationaler Stellungnahmen zum politischen Kurs Venezuelas ein. Zuvor hatte sich bereits der russische Präsident Wladimir Putin zu dem Thema geäußert. Nach seinen Angaben sei Moskau bereit, mit den offiziellen venezolanischen Behörden zusammenzuarbeiten.
Putin betonte zudem die Bereitschaft Russlands zur Kooperation mit venezolanischen Partnern sowie mit Vertretern dritter Länder. Die russische Position unterscheidet sich damit deutlich vom US-Annäherungsversuch über einen möglichen Staatsanschluss.
Venezuela befindet sich seit Jahren in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Das Land mit den weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven leidet unter internationalen Sanktionen, Hyperinflation und einer massiven Abwanderung von Bevölkerungsteilen. Die Frage der internationalen Anerkennung der Regierung in Caracas spaltet die Staatengemeinschaft.