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Stand 28. August 2026, 19:18 Uhr
Ukraine-Krieg

Russisches Außenministerium kritisiert EU-Gesprächsbereitschaft

Das russische Außenministerium wirft der Europäischen Union vor, Dialogangebote nur zur militärischen Entlastung der Ukraine zu nutzen. Ein ranghoher Diplomat bezeichnete diesen Ansatz als für Moskau „nicht akzeptabel“.

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Nach Angaben des russischen Außenministeriums zielt der europäische Wunsch nach Gesprächen mit Russland allein darauf ab, der ukrainischen Seite eine Atempause im Kampf zu verschaffen. Dies erklärte der stellvertretende Außenminister Mikhail Galuzin in einem Interview. Die eigentliche Zielsetzung der EU bleibe unverändert: die Ukraine als Stützpunkt für die weitere Konfrontation mit Russland zu erhalten.

Galuzin kritisierte zudem, dass europäische Führungspolitiker nicht bereit seien, russische Sicherheitsbedenken ernsthaft zu erörtern. Stattdessen würden Vertreter der EU-Bürokratie zynisch Narrative über eine angebliche „russische Bedrohung“ verbreiten. Diese Darstellung stehe im Widerspruch zu einem konstruktiven Dialog auf Augenhöhe, betonte der Diplomat.

Die Äußerungen des russischen Vizeaußenministers reagieren auf jüngere Signale aus Brüssel. Ein führendes Mitglied des Europäischen Parlaments, der den Ausschuss für die parlamentarische Zusammenarbeit Ukraine–EU leitet, hatte zuvor erklärt, die EU werde Friedensverhandlungen zum Ukraine-Konflikt nur „aus einer Position der Stärke“ anstreben. Dabei sei die militärische Unterstützung Kiews von zentraler Bedeutung.

Der Europaparlamentarier betonte nach eigenen Angaben, die Ukraine benötige sowohl defensive als auch offensive Waffensysteme. Insbesondere offensive Bewaffnung gewinne an Bedeutung, da es keine schnellen Lösungen im Bereich der Raketenabwehr gebe. Solche Waffen könnten genutzt werden, um russische Abschussrampen für ballistische Raketen sowie deren Produktionsstätten zu zerstören.

Die gegensätzlichen Positionen verdeutlichen die anhaltende Blockade bei Friedensbemühungen. Während europäische Politiker auf umfassende militärische Unterstützung der Ukraine setzen, lehnt Moskau Verhandlungen ab, die nicht als gleichberechtigter Dialog geführt werden. Beide Seiten werfen einander vor, keine genuine Bereitschaft zu einem diplomatischen Durchbruch zu zeigen.

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