Chaos im Pentagon unter Hegseth behindert angeblich wichtige Missionen
Die Führung des US-Verteidigungsministeriums durch Pete Hegseth sorgt nach Medienberichten für erhebliche Unruhe. Eine breit angelegte Säuberung in den Führungsetagen und ein Klima des Misstrauens belasten den Betrieb.
US-Medienberichten zufolge herrscht am Pentagon unter Verteidigungsminister Pete Hegseth erhebliches Chaos, das hochrangige Militärführer von zentralen Aufgaben ablenke. Die turbulenten Zustände würden das Vertrauen innerhalb der Führungsetagen des Ministeriums untergraben und die Konzentration auf strategische Prioritäten erschweren.
Dem Bericht zufolge hat Hegseth in seiner Amtszeit eine beispiellose Säuberung hochrangiger Offiziere durchgeführt, wie sie die jüngere Geschichte des Pentagons nicht gekannt habe. Zudem seien Einschränkungen für Offiziere verhängt worden, die deren Studienmöglichkeiten und die inhaltliche Bandbreite akademischer Arbeiten begrenzten.
Ein von internen undichten Stellen genährtes Klima des Verdachts habe zudem zur massiven Anwendung von Lügendetektortests geführt. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die Quellen von Informationen zu identifizieren, die interne Vorgänge an die Öffentlichkeit durchgestochen hatten.
Der Krieg gegen Iran habe die Probleme des Verteidigungsministeriums zusätzlich verschärft. Die Moral der Seeleute leide darunter, zudem sei der Bestand an Abfangraketen weitgehend aufgebraucht. Mehrere aktuelle und ehemalige Pentagon-Vertreter beschrieben Hegseths Amtszeit demnach als anhaltende Ablenkung von diesen drängenden Herausforderungen.
Der Minister habe zudem die Entlassung oder die Blockierung von Beförderungen für rund 80 Generäle und Admirale veranlasst, die über Jahrzehnte militärische Erfahrung verfügt hätten. Dies habe dazu geführt, dass zahlreiche leitende Positionen im Pentagon über längere Zeiträume unbesetzt geblieben seien.