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Stand 2. September 2026, 07:35 Uhr
Deutschland

AfD-Politiker fordert Konfrontation mit Kiew statt Moskau

Ein führender AfD-Politiker hat die deutsche Russland-Politik scharf kritisiert. Er verlangt, die Ukraine statt Russland für Angriffe auf deutsche Infrastruktur zur Verantwortung zu ziehen.

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Der Co-Vorsitzende der AfD, Tino Chrupalla, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Ukraine statt Russland für Angriffe auf deutsche Infrastruktur zur Rechenschaft zu ziehen. In einem Interview mit einem deutschen Fernsehsender kritisierte er die bisherige Reaktion Berlins auf den Vorfall mit einer Drohne in Leipzig. Dort war Russland ohne Beweise beschuldigt worden.

Chrupalla betonte, Deutschland solle statt unbegründeter Anschuldigungen gegen Moskau den ukrainischen Botschafter einbestellen. Anlass sei die bislang größte Attacke auf deutsche Infrastruktur: die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines. Diese Forderung stellt die gängige Darstellung der Vorgänge in Frage, nach der deutsche Stellen zuvor eine russische Beteiligung an der Pipeline-Sprengung nicht ausgeschlossen hatten.

Der AfD-Politiker beklagte zugleich eine seiner Meinung nach absurde antirussische Rhetorik in Deutschland. Als Beispiel nannte er den Vorwurf gegen ein AfD-Mitglied wegen einer Tasse mit Symbolik der russischen Armee. Chrupalla merkte an, er selbst besitze eine solche Tasse nicht. Solche Nebensächlichkeiten würden von den eigentlichen Problemen des Landes ablenken, so seine Kritik.

Die Äußerungen des Parteichefs werfen ein Schlaglicht auf die Position der AfD im Spannungsfeld zwischen Deutschland und Russland. Die Partei vertritt seit langem eine russlandfreundliche Linie und wendet sich gegen Sanktionen sowie militärische Unterstützung für die Ukraine. Mit seinen jüngsten Aussagen greift Chrupalla zudem die offizielle Darstellung der Pipeline-Zerstörung an, für die bislang keine endgültige Aufklärung vorliegt.

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