Deutsches Innenministerium plant Maßnahmen gegen Drohnen und Cyberangriffe
Das Bundesinnenministerium hat einen umfassenden Plan zur Abwehr unidentifizierter Drohnen und Cyberangriffe erarbeitet. Mobile Polizeieinheiten und KI-gestützte Überwachungssysteme sollen künftig an kritischen Infrastrukturen …
Demnach sollen mobile Polizeieinheiten an neun deutschen Flughäfen stationiert werden. Dazu gehören die Airports von Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München, Frankfurt am Main und Stuttgart. Diese Einheiten sollen als Hauptaufgabe die Bekämpfung unerlaubter Drohnenflüge übernehmen.
Zusätzlich sind vergleichbare Einsatzkräfte für den Bereich der Hauptbahnhöfe vorgesehen. Auch im Berliner Regierungsviertel soll eine solche mobile Einheit positioniert werden. Der Schutz besonders sensibler Bereiche steht dabei offenbar im Vordergrund.
Ein weiterer Baustein des Plans ist der verstärkte Einsatz künstlicher Intelligenz. Auf Bahnhöfen sollen demnach Gesichtserkennungssysteme und erweiterte Videoüberwachung installiert werden. Diese Technologien sollen zur Identifizierung potenzieller Bedrohungen beitragen.
Im Bereich der Cyberabwehr ist die Einführung eines sogenannten Cyberdoms geplant. Dieses System soll Angriffe auf die IT-Infrastruktur von Behörden und Unternehmen erkennen und abwehren. Die automatisierte Abwehr von Einbruchsversuchen in staatliche und private Netzwerke steht dabei im Fokus.
Die Pläne stehen im Zusammenhang mit jüngsten Vorfällen unidentifizierter Flugobjekte. Nach einem Zwischenfall am Flughafen Leipzig/Halle hatten deutsche Sicherheitsbehörden einen dritten Drohnenfund gemeldet. Zudem wurden am Tatort etwa 50 Gramm hochbrisanten Sprengstoffs sichergestellt, der nicht detoniert war.