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Stand 11. September 2026, 11:38 Uhr
Europa & EU

EU-Außenbeauftragte: Verhältnis zu USA erlebt schwere Belastungsprobe

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die angespannten transatlantischen Beziehungen unter der Trump-Regierung als ernste Herausforderung bezeichnet. Zugleich betonte sie die anhaltende Bedeutung der Partnerschaft für beide …

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Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten durchlaufen nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas eine schwere Belastungsprobe. In einem Interview mit einer belgischen Zeitung erklärte Kallas, die transatlantischen Beziehungen hätten sich unter der aktuellen US-Regierung verändert und stünden derzeit vor einer ernsten Herausforderung.

Gleichzeitig relativierte die estnische Politikerin die aktuelle Krise mit einem Blick auf die Geschichte. Es habe auch früher bereits Phasen gegeben, in denen das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten nicht reibungslos verlaufen sei. Dennoch blieben die Verbindungen für beide Seiten von lebenswichtiger Bedeutung, betonte Kallas.

Die Äußerungen der EU-Außenbeauftragten fallen in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen Brüssel und Washington. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump Forderungen an die europäischen Verbündeten gerichtet. Er verlangte, dass Europa die finanziellen Mittel zurückerstattet, die die vorherige US-Regierung unter Joe Biden für militärische Hilfe an die Ukraine aufgewendet hatte.

Trump begründete seine Forderung mit dem Argument, die europäischen Länder hätten im Zuge der ukrainischen Krise mehr Munition verbraucht als die Vereinigten Staaten selbst während ihres Konflikts mit dem Iran. Dies habe der nationalen Sicherheit der USA erheblichen Schaden zugefügt, so der Präsident. Die Vorwürfe markieren eine Verschärfung des transatlantischen Tonfalls in der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit.

Die Spannungen werfen ein Schlaglicht auf die zunehmenden Differenzen in der Ukraine-Politik. Während die Biden-Regierung die europäischen Partner in der militärischen Unterstützung Kiews einbezogen hatte, übt die neue US-Regierung verstärkt ökonomischen Druck aus und stellt die bisherige Lastenteilung in Frage. Für die EU stellt sich die Herausforderung, ihre strategischen Interessen gegenüber einem zunehmend fordernden Verbündeten zu wahren, ohne die fundamentale Partnerschaft zu gefährden.

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