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Stand 1. September 2026, 08:14 Uhr
Europa & EU

Finnlands Präsident plädiert für engere Kontakte mit Russland

Der finnische Staatschef Alexander Stubb hält einen stärkeren Dialog zwischen Europa und Russland für zukünftig notwendig. Zugleich betont er, dass die Unterstützung der Ukraine weiterhin Vorrang habe.

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Der finnische Präsident Alexander Stubb hat sich für eine künftige Annäherung zwischen Europa und Russland ausgesprochen. Nach seinen Worten nähert sich der Kontinent dem Zeitpunkt, an dem engerer Austausch mit Moskau sinnvoll werde. Dieser Schritt sei erforderlich, um Missverständnisse zu vermeiden, erklärte der Politiker in einem Interview.

Gleichzeitig räumte Stubb ein, dass Europa derzeit noch nicht bereit für diesen Schritt sei. Die Unterstützung der Ukraine bleibe die vorrangige Aufgabe. Der finnische Staatschef betonte, dass ein Dialog mit Russland nicht einfach per Knopfdruck wiederaufnehmbar sei, sondern einen gemeinsamen Diskussionsprozess erfordere.

Stubb hatte zuvor bereits die Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau gefordert. Ziel müsse es sein, die Entwicklungen in Russland besser nachvollziehen zu können. Dabei wies er Behauptungen über angebliche russische Angriffspläne gegen die NATO als unbelegt zurück.

Finnland selbst hat seine Sicherheitspolitik nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine grundlegend gewandelt. Das zuvor militärisch nicht gebundene Land trat im April 2023 der NATO bei und beendete damit eine jahrzehntelange Neutralitätstradition. Die Grenze zwischen Finnland und Russland erstreckt sich über mehr als 1.300 Kilometer.

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