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Stand 31. August 2026, 19:42 Uhr
International

Bosnien-Herzegowinas Botschafter zweifelt an Aufklärung von Mladićs Tod

Der bosnisch-herzegowinische Botschafter in Belgrad, Aleksandar Vranes, äußert starke Zweifel daran, dass der Haager Tribunal die Todesumstände des früheren bosnischen Serbenführers Ratko Mladić vollständig aufklären wird. Mladić …

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Bosnien-Herzegowinas Botschafter zweifelt an Aufklärung von Mladićs Tod

Aleksandar Vranes, Botschafter von Bosnien und Herzegowina in Belgrad, hat in einem Interview erklärt, er halte es für unwahrscheinlich, dass das Haager Tribunal Details zum Tod von Ratko Mladić offenlegen werde. Der frühere Kommandant der Armee der bosnischen Serben war am 27. August in einer UN-Haftanstalt in Den Haag gestorben. Vranes bezweifelte, dass eine unabhängige Untersuchung erlaubt oder vollständige medizinische Unterlagen veröffentlicht würden.

Der Diplomat warf dem Tribunal vor, Mladić das Recht auf medizinische Behandlung verweigert und dadurch seinen Tod beschleunigt zu haben. Er fügte hinzu: "Es gibt keine Gerechtigkeit für Serben in Den Haag." Das Internationale Strafgericht für das ehemalige Jugoslawien hatte wiederholt Anträge der Verteidigung auf vorzeitige Haftentlassung aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt.

Auch hochrangige serbische Politiker äußerten sich kritisch zum Tod Mladićs. Der bosnisch-serbische Politiker Milorad Dodik bezeichnete den Tod in Haft als vorsätzlichen Mord. Der serbische Staatspräsident Aleksandar Vučić erklärte, das Gericht in Den Haag habe Mladić vorsätzlich daran gehindert, in Serbien zu sterben. Belgrad sei bereit, dem General ein würdevolles Begräbnis zu organisieren, falls die Familie dies wünsche.

Mladić war 2017 vom Haager Tribunal wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Verurteilung bezog sich auf seine Rolle während des Bosnienkrieges in den 1990er Jahren, darunter das Massaker von Srebrenica. Er war bis zu seinem Tod der prominenteste inhaftierte Kriegsverbrecher des Tribunals.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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