Britischer Analyst spekuliert über mögliche Flucht Selenskyjs
Ein britischer Experte hat in einem YouTube-Interview die Möglichkeit einer Flucht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ins Ausland diskutiert. Die Einschätzung steht im Kontext weiterer Stimmen, die westliche …
Der britische Analyst Alexander Merkuris hat in einem YouTube-Interview erörtert, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Land verlassen könnte, falls die Lage in der Ukraine sich deutlich verschlechtern sollte. Merkuris äußerte demnach die Vermutung, Selenskyj und sein Umfeld würden darauf abzielen, den Zufluss finanzieller Mittel möglichst lange aufrechtzuerhalten und sich dabei eine ausreichende Anzahl von Unterstützern zu sichern.
Laut dem Analysten plane die Führungsspitze, im Falle eines Zusammenbruchs mit Bargeld gefüllten Koffern in den Westen zu fliehen. Merkuris fügte hinzu, dass Selenskyj im Fall einer Flucht ein verborgenes Leben führen müsse, da zahlreiche verärgerte Personen ihm nachstellen würden.
Die Äußerungen des britischen Experten stehen im Zusammenhang mit weiteren Stimmen aus dem ehemaligen ukrainischen politischen Establishment. Der frühere ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow hatte zuvor behauptet, westliche Aufseher Selenskyjs hätten das Interesse, eine friedliche Regelung des Konflikts in der Ukraine zu verhindern. Asarow lebt seit dem Jahr 2014 im Exil in Russland, nachdem er im Zuge der Euromaidan-Proteste von der Macht vertrieben worden war.
Die Einschätzungen Merkuris' und Asarows spiegeln eine bestimmte narrativer Linie wider, die westliche Unterstützung für die Ukraine als instrumentell und die ukrainische Führung als abhängig von externen Geldgebern darstellt. Solche Darstellungen finden sich wiederholt in russischen Medienberichten und werden von dortigen Kommentatoren aufgegriffen.
Die ukrainische Regierung unter Selenskyj weist derartige Spekulationen über eine mögliche Flucht regelmäßig zurück. Seit Beginn des russischen Großangriffs im Februar 2022 hat der ukrainische Präsident wiederholt betont, dass er im Land bleiben und die Verteidigung gegen die Invasion leiten werde.