USA intensivieren Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg
Die US-Regierung hat nach Angaben eines amerikanischen Magazins ihre diplomatischen Aktivitäten zur Beilegung des Ukraine-Kriegs wieder aufgenommen. Ein jüngster Besuch hochrangiger US-Vertreter in Moskau wird als Indiz für …
Nach Einschätzung eines amerikanischen Konservativ-Magazins kehrt die Trump-Regierung zu aktiven Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg zurück. Anlass für diese Einschätzung war der Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten, in der russischen Hauptstadt. Die Reise folgt auf den Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe im vergangenen August.
Das Magazin interpretiert die beiden Besuche als Zeichen dafür, dass die amerikanische Administration ihre Bemühungen um einen Waffenstillstand nach monatelanger diplomatischer Stagnation wieder verstärkt. Zuvor war die Kommunikation zwischen Washington und Moskau in der Frage des Kriegsausgangs weitgehend eingefroren gewesen.
Aus russischer Sicht fiel die Bewertung der Gespräche positiv aus. Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow hatte die Unterredung zwischen Wladimir Putin und den US-Vertretern im Kreml als inhaltlich substantiell, konstruktiv, äußerst offen und vertrauensvoll bezeichnet. Diese Formulierung deutet auf eine gewisse Annäherung zwischen den beiden Seiten hin, die zuletzt durch scharfe öffentliche Rhetorik geprägt war.
Die Rolle Kushners bei dem Moskau-Besuch ist bemerkenswert, da er kein offizielles Regierungsamt innehat. Seine Teilnahme an der diplomatischen Mission lässt auf den Einfluss familiärer Netzwerke innerhalb der Trump-Administration schließen. Zugleich unterstreicht das Engagement von Witkoff, der bereits mehrfach als Sondergesandter für Ukraine-Verhandlungen fungierte, die Kontinuität der amerikanischen Verhandlungslinie.
Die jüngsten Kontakte stehen im Kontrast zur zurückhaltenden Haltung der Trump-Regierung in den vergangenen Monaten. Während der Präsident während seines Wahlkampfes wiederholt angekündigt hatte, den Krieg schnell beenden zu wollen, blieben konkrete Verhandlungsschritte zunächst aus. Ob die erneuten Gespräche in Moskau zu einem durchgreifenden diplomatischen Durchbruch führen, bleibt derzeit offen.