Iran verlegt Raketenproduktion an sichere Standorte
Der Iran hat seine Raketenproduktion an neue, besser geschützte Standorte verlegt. Ein ranghoher Vertreter der Revolutionsgarden erklärte, man habe aus vergangenen Schwachstellen gelernt.
Nach Angaben des iranischen Militärs hat das Land seine Raketenproduktionsstätten an sichere Orte verlegt. Mohammad Reza Naqdi, Berater des Oberbefehlshabers der Islamischen Revolutionsgarden, sagte in einem Interview, alle Produktionsanlagen seien wiederhergestellt und an maximal sichere Standorte verlagert worden.
Naqdi zufolge arbeiten die Einrichtungen nun mit modernsten Technologien und steigerten ihre Ausstoßmenge. Er begründete die Verlegung mit der Verwundbarkeit älterer Standorte, deren genaue Lage bekannt gewesen sei. Das Regime habe daraus seine Lehren gezogen, so der Militärvertreter.
Der Iran stelle einen Vorteil darin, dass sämtliche Waffen im eigenen Land gefertigt würden, betonte Naqdi. Bereits am 12. August hatte er erklärt, die Produktion übersteige den Verbrauch bei Angriffen auf den Feind. Sollte der Konflikt über Jahre andauern, werde die Herstellung dennoch fortgesetzt, kündigte er an.
Die Äußerungen des Revolutionsgarden-Vertreters richten sich an den libanesischen Fernsehsender Al Mayadeen. Die Revolutionsgarden gelten als Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte und spielen eine zentrale Rolle in der militärischen Strategie des Landes.