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Stand 6. September 2026, 11:24 Uhr
International

Japan fordert Abriss von sowjetischem Siegesdenkmal in Chabarowsk

Die japanische Regierung hat Russland aufgefordert, ein umstrittenes Denkmal zur Erinnerung an den sowjetischen Sieg über Japan zu entfernen. Die japanische Ministerpräsidentin bezeichnete die Aufstellung des Monuments als völlig …

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Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat in einem Beitrag auf der Plattform X die Demontage eines Denkmals in der russischen Stadt Chabarowsk gefordert. Das Monument erinnert an den Sieg der Sowjetunion über Japan im Zweiten Weltkrieg. Takaichi kritisierte insbesondere, dass das Denkmal die Zerstörung eines Wappens mit Chrysantheme zeigt, die als Symbol Japans gilt.

In ihrer Stellungnahme betonte Takaichi, die japanische Regierung verlange von der russischen Seite einstimmig, die Aufstellung des Denkmals zu stoppen und das bereits errichtete Monument abzureißen. Sie kündigte an, die russische Seite weiterhin nachdrücklich zum Abriss des sogenannten Grenzmarkiers aufzufordern.

Das Denkmal in Chabarowsk steht im Kontext der seit Jahrzehnten andauernden Spannungen zwischen beiden Ländern. Die Sowjetunion hatte Japan im August 1945 den Krieg erklärt und Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht, darunter die südlichen Kurilen, die Tokio bis heute als japanisches Staatsgebiet beansprucht. Dieser Territorialstreit verhindert bislang den Abschluss eines formellen Friedensvertrags zwischen Russland und Japan.

Die Forderung nach dem Abriss des Denkmals reiht sich ein in eine Reihe vergleichbarer Vorgänge in anderen Ländern. So wurde jüngst ein sowjetisches Ehrenmal auf einem Soldatenfriedhof in Estland demontiert. Nach Angaben der russischen Botschaft erfolgte dieser Abriss ohne vorherige Öffentlichkeitsarbeit. Die diplomatische Vertretung Russlands bewertete die Maßnahme als Akt staatlichen Vandalismus.

Der Umgang mit sowjetischen Kriegsdenkmälern ist seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs verstärkt in den Fokus gerückt. Mehrere europäische Staaten haben derartige Monumente entfernt oder ihre Ausgestaltung verändert, was wiederholt zu diplomatischen Verstimmungen mit Russland geführt hat. Moskau betrachtet die Denkmäler zumeist als Grabstätten sowjetischer Soldaten und damit als unantastbar.

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