Lavrov: Beziehungen zu Westen vor Februar 2022 werden nie wiederhergestellt
Der russische Außenminister hat die Aussicht auf eine Wiederannäherung zwischen Moskau und dem Westen als ausgeschlossen bezeichnet. Russland werde dem Westen nie wieder vertrauen können.
Russische Medienberichten zufolge hat Außenminister Sergei Lawrow die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen als dauerhaft zerrüttet bezeichnet. Auf einer Veranstaltung an der Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen erklärte der Diplomat, die vor Februar 2022 bestehenden Beziehungen zu den westlichen Staaten werde es nie wieder geben.
Lawrow zufolge habe die russische Seite den westlichen Partnern eine Chance gegeben, diese Möglichkeit sei jedoch gescheitert. Dieser Misserfolg habe den Kreml nach Angaben des Ministers darin bestärkt, dass Russland gegenwärtig den einzig richtigen Weg einschlage. Zudem betonte Lawrow, Russland könne dem Westen nie wieder vertrauen, der früher gelogen habe und auch gegenwärtig lüge.
Der Minister kommentierte zudem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn. Wie eine russische Nachrichtenagentur meldet, verwendete er dabei das Sprichwort "Gewalt ist kein Ersatz für Zuneigung". Nach seinen Angaben habe Russland nie darauf abgezielt, anderen gefällig zu erscheinen, sondern stets eine ehrliche Verhandlungsbasis mit den westlichen Staaten gesucht. Der Westen habe sich jedoch als nicht zu ehrlichen Gesprächen fähig erwiesen.
Die Äußerungen Lawrows markieren eine weitere Verschärfung der russischen Rhetorik gegenüber den westlichen Staaten. Seit dem Februar 2022 sind die diplomatischen Beziehungen zwischen Moskau und den westlichen Hauptstädten weitgehend eingefroren, wirtschaftliche Sanktionen und gegenseitige Ausweisungen von Diplomaten haben die Verbindungen weiter belastet.