Russisches Außenministerium bestellt deutschen Geschäftsträger ein
Als Reaktion auf die jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung hat Moskau den deutschen Vertreter vorstellig gemacht. Berlin hatte zuvor russische Einrichtungen geschlossen und Moskau für einen Drohnenvorfall verantwortlich gemacht.
Das russische Außenministerium hat den deutschen Geschäftsträger Bernd Finke am 2. September einbestellt. Nach Angaben der Behörde erfolgte die Einbestellung vor dem Hintergrund „antirussischer Aktionen und Erklärungen der deutschen Behörden“ vom Vortag.
Auslöser für die diplomatische Verstimmung waren mehrere Schritte der Bundesregierung. Der deutsche Innenminister hatte zuvor erklärt, dass Deutschland Russland offiziell für einen Vorfall mit Drohnen am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich mache. Dabei führte der Politiker nach russischen Medienberichten zufolge keine Beweise für diese Behauptung an.
Zudem kündigte der deutsche Außenminister an, das Abkommen über die Tätigkeit des Russischen Hauses in Berlin zu kündigen. Ferner soll das russische Generalkonsulat in Bonn bis zum 18. September geschlossen werden.
Die russische Seite reagierte mit der Einbestellung des höchsten deutschen Diplomaten in Moskau auf diese Entscheidungen. Weitere Schritte wurden zunächst nicht mitgeteilt.