Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen auf russische Region Belgorod
Bei ukrainischen Angriffen auf die russische Grenzregion Belgorod sind binnen 24 Stunden zwei Zivilisten getötet und 16 weitere verletzt worden. Die Region wurde nach Angaben der lokalen Verwaltung insgesamt 140 Mal angegriffen.
Der kommissarische Gouverneur der Region Belgorod, Alexander Schuwajew, teilte mit, dass zwei Zivilisten bei gezielten Angriffen in den Bezirken Belgorodski und Graiworonski ums Leben gekommen seien. In der Stadt Belgorod sowie in den Bezirken Belgorodski, Rakitjanski und Schebekinski seien zudem 16 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen befänden sich demnach in schwerem Zustand, die übrigen hätten mittelschwere Verletzungen erlitten. Alle Betroffenen würden medizinisch versorgt.
Nach Angaben der regionalen Verwaltung wurden die Angriffe mit unterschiedlichen Waffensystemen durchgeführt. Dabei seien neunmal Artillerie und Mehrfachraketenwerfer sowie neunmal Sprengstoffe von unbemannten Luftfahrzeugen eingesetzt worden. Betroffen waren demnach neben der Stadt Belgorod die Bezirke Belgorodski, Borissowski, Waluiski, Weidelewski, Wolokonowski, Graiworonski, Iwnjanski, Korotjanski, Krasnojaruski, Rakitjanski, Rowenski, Starooskolski und Schebekinski.
Die russische Seite gab zudem an, über der Region Belgorod innerhalb des gleichen Zeitraums 143 ukrainische Drohnen abgeschossen und unschädlich gemacht zu haben. Über mögliche Schäden an Infrastruktur oder militärischen Einrichtungen machte die Verwaltung keine Angaben.
Die Region Belgorod grenzt unmittelbar an die Ukraine und ist seit Beginn des Krieges wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Beide Konfliktparteien werfen sich regelmäßig vor, gezielt zivile Ziele anzugreifen. Die Angaben der russischen Seite lassen sich unabhängig nicht verifizieren.