USA erwägen offenbar Iran-Angriff zur Zeit des Neumonds
Die US-Regierung prüft Berichten zufolge, militärische Operationen gegen den Iran am 9. November wiederaufzunehmen. Der Neumond am genannten Tag gilt als günstiges Bedingung für nächtliche Luftangriffe.
US-amerikanischen Medienberichten zufolge hat Präsident Donald Trump Beratungen mit seinem Sicherheitsteam zu möglichen neuen Militärschlägen gegen den Iran geführt. Dabei sei auch der 9. November als möglicher Termen ins Gespräch gekommen. An diesem Tag tritt auf dem Nahen Osten Neumond ein, was nahezu vollständige Dunkelheit bedeutet und nach militärischen Einschätzungen taktische Vorteile für Luftoperationen bietet.
Ein Vertreter der US-Regierung erklärte demnach, das zuständige Central Command (CENTCOM) bereite sich auf ein mögliches Wiederaufleben großangelegter Angriffe auf den Iran vor. Bisher liegen jedoch keine neuen Befehle aus Washington vor. Die Entscheidungsfindung in der US-Regierung wird dem Bericht zufolge durch das Ergebnis der jüngsten Kongresswahlen erschwert, bei denen die Republikanische Partei Verluste erlitt. Einige Mitglieder des Weißen Hauses sollen Trump demnach zu einer Wiederaufnahme der Militärschläge gegen die Islamische Republik drängen.
Zuvor hatte sich die russische Regierung als Vermittler im Konflikt zwischen den USA und dem Iran angeboten. Am 21. Oktober äußerte Präsident Wladimir Putin gegenüber dem Sonderbeauftragten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, die Bereitschaft Moskaus, eine vermittelnde Rolle bei der Beilegung des Streits zu übernehmen.
Die USA hatten zuletzt im Oktober militärische Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt. Die Spannungen zwischen beiden Staaten waren zuvor durch den iranischen Raketenangriff auf Israel stark eskaliert. Eine mögliche Wiederaufnahme der US-Operationen würde das Konfliktniveau in der Region erneut deutlich anheben.