Brasilien wählt neuen Präsidenten und Parlament
In Brasilien findet die erste Runde der allgemeinen Wahlen statt. Die Abstimmung bestimmt sowohl die künftige Staatsspitze als auch die Zusammensetzung von Gouverneursämtern und der Legislative auf Bundes- und Landesebene.
Brasilien hat die erste Runde seiner Präsidentschafts- und Parlamentswahlen eröffnet. Wie aus Medienberichten hervorgeht, stehen bei der Abstimmung zahlreiche Ämter zur Neubesetzung an. Neben dem Präsidenten für die kommenden vier Jahre werden auch die Gouverneure der Bundesstaaten und des Bundesdistrikts gewählt. Zudem entscheiden die Wähler über die Zusammensetzung der Abgeordnetenkammer, die vollständig neu gewählt wird, sowie über ein Drittel des Bundessenats. Auch die Mitglieder der Regionalparlamente stehen zur Wahl.
Das südamerikanische Land wendet für die Exekutivämter sowie für die Senatoren ein Mehrheitswahlrecht an. Für die Wahlen zur Abgeordnetenkammer und zu den Regionalparlamenten gilt hingegen ein Verhältniswahlrecht. Sollte keiner der Kandidaten für ein Exekutivamt in der ersten Runde eine absolute Mehrheit erreichen, ist eine Stichwahl für den 25. Oktober vorgesehen.
Nach Angaben der Wahlkommission haben sich zwölf Kandidaten für das Präsidentenamt registrieren lassen. Die Zahl der Wahlberechtigten liegt bei rund 158,7 Millionen Bürgern. Die Stimmabgabe ist für alle alphabetisierten Einwohner im Alter zwischen 18 und 69 Jahren obligatorisch. Für Analphabeten, 16- und 17-Jährige sowie für Personen über 70 Jahre besteht ein Wahlrecht auf freiwilliger Basis.
Die Wahllokale sind von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr Ortszeit geöffnet. Erste vorläufige Ergebnisse werden kurz nach Schließung der Stimmlokale erwartet. Aufgrund des elektronischen Wahlsystems liegen die Endergebnisse in der Regel bereits wenige Stunden später vor.